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Rückzahlung von Staatshilfen ING verkauft Versicherungstöchter in Asien

Die Sanierung geht voran: Der angeschlagene Finanzkonzern ING verkauft seine Versicherungssparten in drei asiatischen Ländern an den Geschäftsmann Richard Li. Damit kommt ING Forderungen der EU-Kommission nach.
19.10.2012 Update: 19.10.2012 - 15:21 Uhr Kommentieren
Auf Forderung der EU stößt ING mehrere Versicherungssparten in Asien ab. Quelle: dapd

Auf Forderung der EU stößt ING mehrere Versicherungssparten in Asien ab.

(Foto: dapd)

Hongkong Der niederländische Finanzkonzern ING kommt mit dem Verkauf von Sparten in Asien bei der Rückzahlung seiner Staatshilfen einen entscheidenden Schritt voran. Der Hongkonger Geschäftsmann Richard Li kauft nach Angaben von Freitag dem in der Finanzkrise in Schieflage geratenen Unternehmen für rund 1,6 Milliarden Euro in bar seine Versicherungssparten in Hongkong, Macau und Thailand ab. Das Geschäft soll im ersten Quartal 2013 abgeschlossen sein, braucht aber noch die Zustimmung der Aufsichtsbehörden.

ING trennt sich scheibchenweise von seinen Versicherungs-Töchtern in Asien, um Staatshilfen über zehn Milliarden Euro zurückzuzahlen. Vergangene Woche hatte ING den Verkauf seiner Versicherungssparte in Malaysia an die asiatische AIA Group bekanntgegeben – was rund 1,3 Milliarden Euro in die Kasse spülte. Die EU-Kommission hatte dem Konzern auferlegt, im Gegenzug für die Staatshilfe seine Bilanzsumme bis 2013 um fast die Hälfte zu reduzieren und das Versicherungsgeschäft abzustoßen.

Für den Käufer Li markiert das Geschäft die Rückkehr in die Versicherungsbranche, aus der sich der Unternehmer 2007 verabschiedet hatte. Li ist der Sohn des reichsten Mannes Asiens, dem in der Region legendären Immobilien-Tycoon Li Ka-shing, und herrscht über ein Imperium aus Telekom-, Medien- und Finanzbeteiligungen.

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