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Run-Off-Geschäft Allianz und Generali erwägen Verkauf von Lebensversicherungen

In der Versicherungsbranche bahnen sich weitere Umschichtungen im Lebensversicherungsgeschäft ab. Allianz und Generali prüfen Optionen, Abwicklungsspezialisten drängen in den Markt.
28.05.2020 - 10:09 Uhr Kommentieren
Der Münchner Versicherungskonzern prüft den Verkauf bestimmter Geschäfte. Quelle: dpa
Allianz-Flaggen

Der Münchner Versicherungskonzern prüft den Verkauf bestimmter Geschäfte.

(Foto: dpa)

München, Mailand Zwei der größten europäischen Assekuranzkonzerne wollen sich von Lebensversicherungsaktiva im Volumen von Milliarden von Euro trennen: die deutsche Allianz und die italienische Generali.

Die Allianz plant informierten Kreisen zufolge, im Leben-Bereich Vermögenswerte von bis zu neun Milliarden Euro abzustoßen, unter anderem in Italien. Wie zu hören war, wurde die Investmentbank Morgan Stanley mit der Durchsicht des Portfolios betraut.

Die Münchener hatten ihr europäisches Lebensversicherungsgeschäft einer Überprüfung unterzogen. Ein potenzieller Verkauf könnte der Allianz rund 500 Millionen Euro in die Kasse spülen, wie mit den Plänen vertraute Personen berichteten. Eine Veräußerung könnte der Allianz helfen, inmitten der Coronavirus-Krise regulatorisches Kapital freizusetzen.

Generali will informierten Kreisen zufolge den Verkauf eines französischen Lebensversicherungs-Portfolios vorantreiben. Dem Assekuranzkonzern aus Triest steht das Beratungshaus Fenchurch Advisory zur Seite. Kommt es zu einem Verkauf, könnte dieser eine bis zwei Milliarden Euro einspielen, war zu hören.

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    Das Geschäft mit der Zeichnung von Lebensversicherungs-Policen ist kapitalintensiv und hat bereits Akteure wie die französische Axa bewogen, Pakete alter Verträge abzustoßen. Käufer sind Firmen, die sich auf die Abwicklung eben solcher Portfolios spezialisiert haben. Dazu zählen die britische Phoenix Group Holdings ebenso sowie die Athora Holding, eine Tochter von Apollo Global Management, und die von Cinven kontrollierte Eurovita.

    In Deutschland kam Abwicklungsspezialist Viridium beim Kauf von vier Millionen Altverträgen der Generali Leben zum Zug. Die Bafin hat den Deal abgesegnet, trotz massiver Kritik von Verbraucherschützern. Sie fürchten, dass die Kunden am Ende unter den Renditeerwartungen der Investoren leiden.

    Endgültige Entscheidungen sind weder bei der Allianz noch bei Generali gefallen. Sprecher der beiden Assekuranzen lehnten Kommentare ebenso ab wie Vertreter von Morgan Stanley und Fenchurch.

    Mehr: Warum viele Versicherer den Verkauf von Lebenspolicen erwägen

    • Bloomberg
    • vov
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