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Studie Manager-Haftpflicht wird für Versicherer immer teurer

Trotz hoher Prämien, die die Unternehmen zahlen müssen, machen immer mehr Versicherer Verluste, wenn es um die Haftpflicht für Manager geht.
04.12.2019 - 07:27 Uhr Kommentieren
Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) beobachtet einen „Kulturwandel“ hin zu einer Welle von Klagen von Aktionären gegen Manager und Unternehmen. Quelle: AP
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Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) beobachtet einen „Kulturwandel“ hin zu einer Welle von Klagen von Aktionären gegen Manager und Unternehmen.

(Foto: AP)

München Die Manager-Haftpflichtversicherer machen sich nach einer Studie der Allianz nach zahlreichen Verlustjahren auf eine steigende Flut von Schadenzahlungen gefasst. Die finanziellen Risiken, die auf Vorstände und andere Führungskräfte zukämen, stiegen absehbar auch im nächsten Jahr an, hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie der Allianz-Großkundensparte AGCS.

Viele Versicherer schreiben in der Manager-Haftpflicht (D&O) Verluste, obwohl die Unternehmen für ihre Führungskräfte jedes Jahr rund 15 Milliarden Dollar an Prämien zahlen, um sie gegen juristische Risiken aus ihrer Tätigkeit abzusichern. Weil der Markt umkämpft sei, lägen die Prämien um 20 bis 25 Prozent unter dem Niveau von 2010, obwohl die Preise 2018 erstmals seit 15 Jahren wieder nach oben zeigten.

Doch die Schäden, für die die Versicherer geradestehen müssen, stiegen noch schneller. Allein in Deutschland seien die Schadenmeldungen bei AGCS zwischen 2014 und 2018 um 47 Prozent nach oben geschnellt, erklärte Europas führender Versicherer.

Deutschland gehört neben den USA und Großbritannien zu den Märkten, in denen die D&O-Versicherer seit 2017 rote Zahlen schreiben. Einige von ihnen hätten sich deshalb auch aus dem Markt zurückgezogen. Andere begrenzten die Versicherungssummen oder verlangten höhere Selbstbehalte.

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    Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) beobachtet einen „Kulturwandel“ hin zu einer Welle von Klagen von Aktionären gegen Manager und Unternehmen. Dabei geht es heutzutage nicht nur um finanzielle Aspekte: „Die AGCS beobachtet mehr Klagen gegen Unternehmensleiter, die nicht unbedingt durch schlechte Finanzergebnisse begründet sind, sondern aus kritischen Nachrichten oder Reputationskrisen resultieren“, erklärt AGCS-Manager Shanil Williams.

    Dazu gehörten Probleme mit Produkten, Umweltkatastrophen, Korruption oder Cyberangriffe, aber auch Mobbingfälle oder sexuelle Übergriffe im Unternehmen, für deren Folgen sich die Manager verantworten müssten. Auch Klagen wegen des Klimawandels nähmen zu. Zum Anstieg der Rechtsstreitigkeiten trügen auch Prozessfinanzierer bei, die die Kosten etwa für Sammelklagen gegen eine Erfolgsbeteiligung übernehmen.

    Mehr: Versicherer kämpfen mit alten Problemen und neuen Konkurrenten. Die Assekuranzen treiben mit Zukäufen und frischen Angeboten den Wandel voran. Doch viel Zeit bleibt ihnen nicht – neue Rivalen lauern auf ihre Chance.

    • rtr
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