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Typklassenstatistik Prämien für SUV in der Kfz-Versicherung steigen, Kleinwagenfahrer werden entlastet

Fahrer von teuren SUV müssen im kommenden Jahr mit besonders hohen Versicherungsprämien rechnen. Aber auch für Tesla-Besitzer wird es teurer.
17.09.2020 - 14:21 Uhr Kommentieren
Die beliebten und viel kritisierten Autos werden zukünftig noch etwas teurer in der Nutzung. Quelle: dpa
SUV

Die beliebten und viel kritisierten Autos werden zukünftig noch etwas teurer in der Nutzung.

(Foto: dpa)

München Der Aufschrei gegen die immer beliebteren sportlichen Geländewagen – kurz auch SUV genannt – ist schon seit geraumer Zeit groß. Zu groß, zu umweltschädlich, ein zu hohes Risiko für den Unfallgegner im Schadensfall.

Der Beliebtheit bei den Käufern hat das bislang keinen Abbruch getan. Erstmals wurde im vergangenen Jahr mehr als eine Million der sportlichen Geländewagen in Deutschland zugelassen, der Anteil am Gesamtmarkt lag bei mehr als 30 Prozent.

Zukünftig werden SUV-Fahrer allerdings noch etwas tiefer in die Tasche greifen müssen: Die Versicherungsprämien speziell für diese Fahrzeugklasse werden im kommenden Jahr stärker steigen als für Limousinen oder Kleinfahrzeuge. Das geht aus der neuen Typklassenstatistik hervor, die der Branchenverband GDV am Donnerstag präsentiert hat.

Wie in jedem Jahr sehen sich die Versicherer dabei die Schäden an, die sich in den vorangegangenen drei Jahren mit den jeweiligen Modellen ereignet haben. Rund 31.000 verschiedene Modelle und deren Schadensbilanzen in den Jahren 2017 bis 2019 wurden dabei durchforstet.

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    Das Prinzip dabei ist einfach: Passieren mit einem Modell nur geringe Schäden bei überschaubaren Reparaturkosten, dann landet es in einer niedrigen Typklasse, umgekehrt in einer hohen.

    Hohe Spannbreite bei Typklassen

    Bei der Haftpflicht, die bei verursachten Schäden nur den Schaden des Unfallgegners übernimmt, gibt es 16 Typklassen von zehn (sehr günstig) bis 25 (sehr teuer).

    Bei der Teilkasko, die zudem bei Diebstahl, Glasschaden oder Wildunfall aufkommt, sind es dann 24 Typklassen von zehn bis 33. Und bei der Vollkasko, die für eigene und fremde Schäden haftet, erreicht die Spannbreite sogar 25 Typklassen von zehn bis 34. Weit oben finden sich Oberklasse-Limousinen und SUV, weit unten Kleinwagen und preiswertere Modelle.

    Grafik

    Soweit die Theorie. In der Praxis ändert sich somit im kommenden Jahr für knapp elf Millionen der insgesamt mehr als 40 Millionen zugelassenen Autos im Land etwas an den Versicherungsbeiträgen. Für etwa 4,6 Millionen von ihnen wird es günstiger, für 6,1 Millionen teurer. Bei rund 30,6 Millionen Autofahrern bleibt alles, wie es war, heißt es vom GDV.

    Auf besonders hohe Prämien müssen sich Fahrer von SUV einstellen. In der GDV-Rangliste mit teuren Einstufungen landeten vier SUV unter den ersten sechs Modellen. Neben dem Kombi Renault Talisman und dem Coupé Mercedes CLS sind dies der Porsche Macan, der Toyota RAV 4, der Mazda CX-5 und der Range Rover Velar.

    Diese Fahrzeuge sind auch in der Anschaffung teuer. Zudem werden sie in der Regel finanziert oder geleast, was nach den Vorgaben der Autobanken zum Abschluss einer Vollkaskoversicherung verpflichtet.

    An der Tendenz zu höheren Prämien dürfte sich auch in Zukunft nichts ändern. Das liegt auch daran, dass sich die teuren SUV bei Autodieben weiter hoher Beliebtheit erfreuen. Das wirkt sich besonders stark auf die Prämienentwicklung aus.

    Umgekehrt können sich Fahrer von kleineren Modellen im kommenden Jahr häufig über sinkende Prämien freuen. Besonders deutlich macht sich das nach GDV-Berechnungen beim Seat Arona 1,5 bemerkbar, der sowohl in der Haftpflicht als auch in der Vollkasko um gleich drei Typklassen nach unten rutscht. Beim kleinen SUV Skoda Karoq sind es drei Typklassen in der Haftpflicht und eine in der Vollkasko.

    Ökologie spielt weiter keine Rolle für Prämien

    Keine Rolle spielt für die Versicherer bei der Prämiengestaltung weiterhin, ob ein Fahrzeug besonders ökologisch ist. So dürfte es beispielsweise im kommenden Jahr für die Fahrer eines elektrischen Tesla Model S spürbar teurer werden, steigt doch die Haftpflicht gleich um vier Typklassen auf den hohen Wert von 23, die Vollkasko geht um eine Klasse nach oben auf ebenfalls sehr hohe 31.

    Auch für den Mitsubishi Outlander 2,0 AWD Hybrid fallen höhere Prämien an. Die Haftpflicht steigt zwar nur um eine Stufe auf 18, die Vollkasko aber gleich um drei Klassen auf 26.

    Der Trend zu höheren Prämien für SUV wird von einer Auswertung des Vergleichsportals Check24, die ebenfalls am Donnerstag vorgelegt wurde, bestätigt. Unter 300 beliebten Modellen, deren Haftpflichtprämien die Experten für das kommende Jahr untersuchten, stehen die beiden BMW-Modelle X5 und X6 an erster Stelle.

    Im Schnitt sind dort 540 Euro allein für die Haftpflichtprämie fällig. Dazu kommt in der Regel die Prämie für die Vollkaskoversicherung, sodass im vergangenen Jahr Halter dieser Fahrzeuge bereits von Gesamtprämien von bis zu 4000 Euro im Jahr berichteten. Einer der Hauptgründe dafür: Speziell diese Modelle sind bei Dieben sehr beliebt.

    Mehr: Die richtige Versicherung für Gebrauchtwagen

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