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Vermögensverwalter Allianz glaubt an die Eurozone

Nach Ansicht des Vermögensverwalters Allianz Global Investors ist das Ausfallrisiko für Investments in der Gemeinschaft zuletzt deutlich gesunken. Grund dafür sei vor allem das Verhalten von EZB-Chef Mario Draghi.
20.11.2012 - 15:08 Uhr 2 Kommentare
Die Allianz steht zur Eurozone, auch wenn die Zeiten weiter stürmisch bleiben. Quelle: dpa

Die Allianz steht zur Eurozone, auch wenn die Zeiten weiter stürmisch bleiben.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Vermögensverwalter Allianz Global Investors glaubt an die Euro-Zone und investiert auch wieder in europäische Banken. Die Gefahr, dass die Europäische Währungsunion in ihrer jetzigen Form nicht überlebe, sei in den vergangenen Monaten gesunken, sagte Andreas Utermann, globaler Anlagechef (CIO) der Allianz-Tochter, am Dienstag in Frankfurt. Dafür habe nicht zuletzt der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, mit seiner klaren Aussage gesorgt, alles Notwendige zur Rettung des Euro zu tun. "Momentan haben nun die Politiker wieder das Heft in der Hand, was die Dynamik der Krise verändert."

Dennoch sei es für eine generelle Entwarnung zu früh, betonte Utermann. "Wir haben unglaublich schwache Wachstumsaussichten in der Euro-Zone und bewegen uns immer knapp an der Rezession." Um das Fundament zu stabilisieren, müsse die EZB als Kreditgeberin in letzter Instanz für alle Staaten eintreten, die Fiskalunion müsse kommen und die Bankenunion auf den Weg gebracht werden. Die Politik habe sich zusammen mit der Zentralbank einen Manövrier-Spielraum erarbeitet. "Wenn der nicht genutzt wird, dann sind wir bald wieder dort, wo wir vor sechs Monaten waren", warnte Utermann.

Bis die Euro-Zone über den Berg ist, hält sich Allianz Global Investors bedeckt. Auch 2013 dürften die Märkte volatil und die Zinsen niedrig bleiben, erklärte Utermann. Die Fondsgesellschaft, die weltweit ein Vermögen von rund 300 Milliarden Euro verwaltet, beschränke sich daher auf der Aktienseite auf Dividendentitel international aufgestellter Unternehmen. Daneben seien weiter Staatsanleihen und Währungen ausgewählter Schwellenländer sowie Unternehmensanleihen, insbesondere US-Hochzinsanleihen, interessant.

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