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Versicherer Allianz beteiligt sich an Europageschäft von American Tower

Mehr als eine halbe Milliarde Euro zahlt die Allianz für einen Anteil von zehn Prozent. Künftig wird der Versicherer im Aufsichtsrat vertreten sein.
16.06.2021 - 14:59 Uhr Kommentieren
Für den Versicherungskonzern ist es ein weiterer Infrastruktur-Deal. Quelle: dpa
Allianz

Für den Versicherungskonzern ist es ein weiterer Infrastruktur-Deal.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Allianz steigt in das boomende Geschäft mit Funkmasten ein und beteiligt sich an der europäischen Tochter eines der weltgrößten Betreiber, American Tower. Die Allianz-Investmenttochter zahle mehr als eine halbe Milliarde Euro für einen Anteil von zehn Prozent an ATC Europe, teilte der Versicherungsriese am Mittwoch mit. Damit wird die Europa-Tochter mit rund 8,8 Milliarden Euro bewertet.

American Tower war lange kaum in Europa aktiv, schnappte sich aber zum Jahresbeginn für 7,7 Milliarden Euro die Sendemasten der Telefonica-Tochter Telxius und verwaltet seither unter anderem auch in Deutschland Standorte.

Funkmasten sind gerade rund um den Globus gefragt. Wegen der beschleunigten Digitalisierung sowie dem teuren 5G-Netzaufbau gibt es so viele Deals wie wohl noch nie. Infrastrukturanbieter wie American Tower können leichter als Mobilfunkkonzerne die Masten am Boden und auf Hausdächern an mehrere Nutzer gleichzeitig vermieten, was über Jahre hinweg wiederkehrende Einnahmen und planbare Investitionen verspricht. Erst im März war die Vodafone-Tochter Vantage an die Frankfurter Börse gegangen.

Die Allianz wird im Aufsichtsrat von ATC Europe vertreten sein. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden.

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    Erst vergangenen Monat war der kanadische Investor Caisse de depot et placement du Québec (CDPQ) mit 30 Prozent in das Europa-Geschäft eingestiegen. American Tower mit Hauptsitz in Boston gehört mit mehr als 187.000 Standorten zu den weltgrößten Telekom-Infrastrukturanbietern.

    Für die Allianz ist es ein weiterer Infrastruktur-Deal. Im vergangenen Jahr gründeten die Münchner zusammen mit Telefonica eine Glasfaser-Firma, die letztlich fünf Milliarden Euro zur Verfügung haben soll, um mehr als zwei Millionen Haushalte zu erschließen.

    Mehr: Siemens Energy, Allianz, Commerzbank: Konzerne mit Weißrussland-Geschäften geraten unter Druck

    • rtr
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