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Versicherer Allianz ist laut Umfrage der nachhaltigste Versicherer im Land

Deutschlands Versicherer achten einer Untersuchung zufolge immer mehr auf Umwelt und Soziales. Dennoch haben viele Häuser deutlichen Verbesserungsbedarf.
23.03.2020 - 14:07 Uhr Kommentieren
Der Versicherer erhält die höchste Bewertung. Quelle: action press
Allianz in München

Der Versicherer erhält die höchste Bewertung.

(Foto: action press)

München Deutschlands Versicherer setzen zunehmend auf Ökologie, Soziales und gute Unternehmensführung. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Aachener Analysehauses Zielke Research hervor. „Das Thema Nachhaltigkeit fängt an, ernst genommen zu werden“, wertet Geschäftsführer Carsten Zielke das Ergebnis unter 41 Versicherern, die dazu untersucht wurden. Bis auf die Versicherungskammer Bayern (VKB) haben alle Assekuranzen ihr Ergebnis seit der vorherigen Untersuchung verbessert.

Seit dem Jahr 2018 müssen börsennotierte Gesellschaften und alle Finanzinstitute mit mehr als 500 Mitarbeitern gemäß der europäischen CSR-Richtlinie einen Bericht vorlegen, der das Engagement im Bereich Corporate Social Responsibility beschreibt. 41 Berichte für das Jahr 2018 haben die Experten von Zielke Research seither analysiert. Der Schwerpunkt lag auf den Bereichen Umwelt und Soziales.
Die Ergebnisse sind besser als in den CSR-Berichten des Jahres 2017. An erster Stelle in der Gesamtwertung steht dabei die Allianz, gefolgt vom Krankenversicherer Debeka. Danach kommen die Helvetia, die Sparkassenversicherung und die Munich Re jeweils auf die gleiche Punktzahl.

Bei der Allianz loben die Experten, dass in deren Kapitalanlagepolitik die Nachhaltigkeitskriterien sehr detailliert und ausführlich berücksichtigt und abgebildet werden. Europas größter Versicherer hatte sich im vergangenen Jahr verpflichtet, sein gesamtes Anlageportfolio von rund 800 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu gestalten.

Bei der UN-Klimakonferenz im September gehörte der Konzern dann zu den Gründungsmitgliedern der Asset Owners Alliance, einem Zusammenschluss von großen Kapitalsammelstellen unter dem Dach der Vereinten Nationen. Weit über ein Dutzend Versicherer und Pensionsfonds sind mittlerweile der Initiative beigetreten. Ziel ist eine gemeinsame Strategie, das gewaltige Gesamtvolumen von inzwischen rund fünf Billionen Dollar so anzulegen, dass der Ausstoß von klimaschädlichen Abgasen dauerhaft reduziert wird.
Zweitplatzierter Debeka konnte mit einem von 80 auf hundert Prozent erhöhten Anteil an Ökostrom punkten. Die Swiss Life stach mit ihren sozialen Initiativen für die Mitarbeiter sowie dem Angebot für Kinderbetreuung und Familienbeihilfe heraus.

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    Auf der unteren Seite der Skala rangieren die VHV, der Volkswohl Bund sowie die Stuttgarter Leben. Die Stuttgarter und die Versicherungskammer Bayern (VKB) schneiden im Bereich Umwelt besonders schlecht ab, da sie laut Zielke Research hierzu keinerlei Informationen geben und so auch keine Spur von Transparenz zeigen. Bei Generali bemängeln die Experten, dass dort nur Informationen zum Frauenanteil in Führungspositionen sowie zur Höhe der sozialen Initiativen gewährt werden. Vieles bleibe dort zu unkonkret, so der Vorwurf.

    Der größte Aufsteiger im Vergleich zum vorherigen Ranking ist Ergo. Die Düsseldorfer, die in der Untersuchung für 2017 noch weit hinten lagen, machten diesmal einen Satz bis auf Platz zwölf. So finden sich in deren Bericht für 2018 nun erstmals Informationen zu den zuständigen Nachhaltigkeitsmanagern, zu konkreten Maßnahmen gegen den Ausstoß von Kohlendioxid, zum Frauenanteil in Führungspositionen, Kinderbetreuung und Familienbeihilfe sowie der sportlichen Förderung von Mitarbeitern.

    So sehr sich die allermeisten Versicherer inzwischen aber bemühen, ihre Initiativen im Bereich Nachhaltigkeit auch zu leben und entsprechend nach außen zu tragen, so wenig schlägt sich das bisher in deren Produkten nieder. So bieten nur wenige Lebensversicherer Policen an, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Dazu zählen Condor, Barmenia, Helvetia und die Stuttgarter. Damit stehe die Qualität des CSR-Berichts nicht immer im Einklang mit den angebotenen Produkten. „Es stellt sich die Frage der Glaubwürdigkeit“, resümiert Carsten Zielke.

    Mehr: Ergo-Chef Rieß verdient mehr als Munich-Re-Chef Wenning

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