Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Versicherer Der Weiterverkauf „gebrauchter“ Lebensversicherungen bleibt steuerfrei

Der Bundesfinanzhof gibt in seinem Urteil einem Berliner Unternehmen Recht, von dem das Finanzamt Umsatzsteuer verlangt hatte. Wegen des Erfolgs vor Gericht droht der Firma aber die Insolvenz.
05.12.2019 - 12:58 Uhr Kommentieren
Für den Kläger könnte das Urteil zum Pyrrhussieg werden. Quelle: dpa
Bundesfinanzhof in München

Für den Kläger könnte das Urteil zum Pyrrhussieg werden.

(Foto: dpa)

München Der Weiterverkauf „gebrauchter“ Lebensversicherungen an Fonds auf dem Zweitmarkt bleibt nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) steuerfrei. Das oberste deutsche Finanzgericht stellte sich mit der am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung hinter das Geschäftsmodell der Versicherungs-Aufkäufer.

„Diesem wäre bei der vom Finanzamt und vom Finanzgericht vertretenen Umsatzbesteuerung die Geschäftsgrundlage entzogen worden“, hieß es in der Mitteilung des BFH.

Die Aufkäufer erwerben Lebens- und Rentenversicherungen von Privatkunden, die das Interesse daran verloren haben oder schnell Geld brauchen, zu einem Preis über dem Rückkaufswert, aber mit einem Abschlag auf die eingezahlten Prämien.

Dann kündigen sie die damit verbundenen Risiko-Policen - etwa gegen Berufsunfähigkeit - und verkaufen ihre Rechte am Sparanteil der Versicherung an Fonds weiter.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Geklagt hatte die Berliner Cash.life AG, von der das Finanzamt München Umsatzsteuer aus dem Weiterverkauf der Policen für das Jahr 2007 verlangt hatte. Auch das Finanzgericht der Landeshauptstadt stellte sich hinter die Forderung.

    Trotz des Erfolgs vor dem BFH droht Cash.life nach früheren Angaben aber die Insolvenz. Denn das Unternehmen hatte für die Forderung der Finanzbehörden eine Rückstellung in der Bilanz gebildet, die jetzt aufgelöst werden muss.

    Das führt zu einem Buchgewinn, der wiederum versteuert werden muss - doch dafür fehle Cash.life das Geld. „Nach der bisherigen Einschätzung würde eine Besteuerung des Ertrags aus der Auflösung der Rückstellung zu einer Insolvenz der Gesellschaft führen“,

    hieß es in der Mitteilung vom September. Man verhandle aber darüber noch mit dem Finanzamt. 

    Mehr: Die Kunden haben oft Mühe zu verstehen, welche Rechte ihr Versicherungs-Vertrag ihnen zubilligt. Eine Studie nennt die Anbieter, die am besten kommunizieren.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Versicherer - Der Weiterverkauf „gebrauchter“ Lebensversicherungen bleibt steuerfrei
    0 Kommentare zu "Versicherer: Der Weiterverkauf „gebrauchter“ Lebensversicherungen bleibt steuerfrei"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%