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Versicherer Hannover Rück schafft Rekordgewinn – und startet gut ins Jahr

Der drittgrößte Rückversicherer konnte seinen Überschuss im vergangenen Jahr um 22 Prozent steigern. Der Konzern bestätigte zudem das Gewinnziel für 2020.
05.02.2020 Update: 05.02.2020 - 11:10 Uhr Kommentieren
Hedgefonds und andere Großinvestoren hatten in den vergangenen Jahren Rückversicherungs-Risiken massiv am Kapitalmarkt platziert und den traditionellen Anbietern damit Konkurrenz gemacht. Quelle: dpa
Hannover Rück

Hedgefonds und andere Großinvestoren hatten in den vergangenen Jahren Rückversicherungs-Risiken massiv am Kapitalmarkt platziert und den traditionellen Anbietern damit Konkurrenz gemacht.

(Foto: dpa)

Frankfurt Es ist ein Einstand nach Maß für den neuen Chef. Im ersten Jahr an der Spitze kann der neue Vorstandsvorsitzende der Hannover Rück, Jean-Jacques Henchoz, ein Rekordergebnis vorlegen. Trotz einer Serie von Wirbelstürmen und der Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook schaffte es der weltweit drittgrößte Rückversicherer im vergangenen Jahr, den Überschuss um 22 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro zu steigern, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Auch der Start in das laufende Jahr begann mit deutlichem Wachstum: Die große Vertragserneuerungsrunde Anfang Januar ließ die Prämien deutlich steigen. Für 2020 bestätigte Hannover Rück vor diesem Hintergrund das Ziel eines Konzerngewinns von rund 1,2 Milliarden Euro.

„Wir blicken auf eine solide Haupterneuerungsrunde zurück, die unsere Erwartungen übertroffen hat“, sagte Henchoz mit Blick auf die Verhandlungen mit den großen Erstversicherern, die sich traditionell Anfang des Jahres in großem Umfang mit Rückversicherungen eindecken. So konnten die Niedersachsen bei ihren Kunden im Schnitt 2,3 Prozent höhere Prämien durchsetzen.

Das erneuerte Prämienvolumen wuchs währungsbereinigt um 14 Prozent. Für die Niedersachsen ein wichtiger Schritt. In der Erneuerungsrunde standen zwei Drittel des Geschäfts der Hannover Rück in der traditionellen Schaden-Rückversicherung zur Neuverhandlung an.

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    „Allerdings sind die Raten insbesondere bei Naturkatastrophendeckungen, und hier vor allem in Japan, Lateinamerika und in der Karibik, nach wie vor auf einem zu niedrigen Niveau und es besteht weiterer Verbesserungsbedarf“, monierte Henchoz.

    Der Markt steht seit Jahren unter Druck. Denn Hedgefonds und andere Großinvestoren hatten in den vergangenen Jahren Rückversicherungs-Risiken massiv am Kapitalmarkt platziert und den traditionellen Anbietern damit vermehrt Konkurrenz gemacht. So hofft der Rückversicherer auf weiter steigende Preise.

    „Der positive Trend aus der Erneuerungsrunde zum 1. Januar sollte sich in den weiteren Erneuerungsrunden des Jahres verstärkt fortsetzen“, sagte Henchoz. Auf Basis konstanter Währungskurse werde das Bruttoprämienwachstum 2020 rund fünf Prozent betragen und die Kapitalanlagerendite bei rund 2,7 Prozent liegen.

    Der Rückversicherer hatte seine Gewinnprognose für das abgelaufene Jahr erst im November um 150 Millionen auf mehr als 1,25 Milliarden Euro nach oben geschraubt. Die Dividende soll nach bisherigen Aussagen „mindestens“ auf dem Niveau des Vorjahres von 5,25 Euro liegen.

    Doch die Branche musste auch Schäden durch mehrere große Naturkatastrophen verkraften. Der Taifun „Hagibis“ verursachte mit zehn Milliarden Dollar für die Versicherer den größten Naturkatastrophen-Schaden des letzten Jahres. Zusammen mit dem Taifun „Faxai“, der kurz vorher über die japanischen Inseln hinweggefegt war, verursachte er knapp ein Drittel der Schäden, für die die Branche weltweit einstehen musste.

    Der größte deutsche Konkurrent der Niedersachsen, die Munich Re, legt seine Jahreszahlen erst Ende Februar vor. Die Münchener hatten ihre Prognose für 2019 ebenfalls im Herbst erhöht und peilen inzwischen einen Gewinn von mehr als 2,5 Milliarden Euro an.

    Mehr: Wie Munich Re den Jahresgewinn auf drei Milliarden Euro steigern will, lesen Sie hier.

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