Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Versicherer stärkt Ertragskraft Viel Wind bei der Gothaer

Die grobe Richtung ist bei der Gothaer Versicherung nicht anders als anderswo in der Branche. Nur der Weg dorthin ist anders. Im Bereich Leben und Krankenversicherung ist zudem die Neuausrichtung in vollem Gange.
30.05.2017 - 19:26 Uhr Kommentieren
Viel Wind bei der Gothaer Versicherungsbank Quelle: PR
Karsten Eichmann

Der Vorstandsvorsitzender der Gothaer hat es geschafft, die Ertragskraft seines Konzerns zu stärken.

(Foto: PR)

Köln Die Seitenhiebe an die Konkurrenz sind an diesem Tag unüberhörbar. „Es kann gut sein, dass wir in diesem Jahr nicht mit Wachstum über dem Markt aufwarten“, sagt Karten Eichmann, der Vorstandschef der Gothaer Versicherungsgruppe mit sichtlicher Gelassenheit. Er selbst könne in Zeiten wie diesen durchaus auch mal abwarten. Die Aussage dahinter ist eindeutig: Einige Wettbewerber hatten zuletzt vor allem wegen der extrem niedrigen Zinsen versucht, mit günstigen Konditionen Wachstum zu „erkaufen“. Er selbst hat einen anderen Fokus: Die Stärkung der Ertragskraft.

Das ist ihm im vergangenen Jahr bereits gelungen. Der Jahresüberschuss stieg im Konzern um mehr als 17 Prozent auf 162 Millionen Euro. Dagegen sanken die Bruttobeiträge um über zwei Prozent auf 4,411 Milliarden Euro. Für Eichmann kein Grund zur Sorge. Die grobe Richtung ist schon seit geraumer Zeit verabschiedet.

„Gothaer 2020“ heißt das Projekt, das im Wesentlichen aus der angesprochenen Stärkung der Ertragskraft, dem Ausbau der digitalen Angebote und Infrastruktur sowie einer veränderten Mitarbeiterstruktur bestehen soll. Dafür soll die Zahl von den aktuell noch etwa 5700 Mitarbeitern um jeweils etwa 200 in den kommenden drei Jahren sinken. Diejenigen, die bleiben, sollen ihre Veränderungsfähigkeit an die neue Umgebung auch deutlich zeigen.

Der Hintergrund ist klar. Im Vergleich zu vielen anderen Branchen haben die Versicherer in den vergangenen Jahren das Thema Digitalisierung eher zögerlich angegangen. „Der Druck zur Kundenorientierung war bisher bei den Versicherern nicht da. Und genau hier, in der Kundenschnittstelle, greifen jetzt viele Insurtechs an und suchen gnadenlos nach Schwachpunkten“, beobachtet Christian Mylius, Berater bei EY Innovalue, sehr häufig in der Branche.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Bei der Gothaer glauben sie, hier rechtzeitig gegengesteuert zu haben. Wenn auch hier wieder mit einem anderen Weg als mancher Wettbewerber. „Die einen machen eine App und nennen es Digitalisierung, die anderen pumpen schon seit Jahren Geld nach Berlin“, wertet Eichmann die Strategie mancher Wettbewerber, die sich seit geraumer Zeit mit größeren Summen an aufstrebenden Insurtechs in der Hauptstadt beteiligen.

    Er selbst kooperiert lediglich mit diesen Unternehmen. Das wurde bereits vor drei Jahren so entschieden. „Stattdessen sind wir jetzt in der Zweitverwertungsphase unterwegs“, drückt es Eichmann aus. Viele hochtrabende Erwartungen von einst hatten sie schließlich im Praxischeck als gar nicht so tauglich erwiesen. Jetzt beginne die nächste Phase.

    Acht IT-Sicherheitsregeln, die Chefs beachten sollten
    Als Mittelstand uninteressant?
    1 von 11

    Hacker haben es doch nur auf die ganz großen Konzerne abgesehen? Das ist ein gefährlicher Irrglaube. Wenn Sie so oder so ähnlich argumentieren, sobald Sie auf die Sicherheit Ihrer hauseigenen IT-Systeme angesprochen werden, ist es um die Sicherheit in Ihrem Unternehmen möglicherweise nicht gut bestellt.

    (Foto: Getty Images)
    Irrglaube mit fatalen Folgen
    2 von 11

    Einer Studie des Beratungsunternehmens PWC zufolge hat es in den vergangenen Jahren bereits Tausende kleine und mittlere Firmen erwischt. Allein im Jahr 2014 wurde jedes zehnte mittelständische Unternehmen Opfer eines Cyberangriffs. Der Schaden war jeweils beträchtlich: Er lag im Schnitt bei 80.000 Euro.

    (Foto: Getty Images)
    IT-Sicherheit ist Chefsache
    3 von 11

    Die meisten Chefs sollten wissen, dass sich Gefahren nur mit funktionierenden und sicheren IT-Systemen abwehren lassen. Dabei sind allerdings nicht nur die IT-Verantwortlichen gefordert, sagt Andreas Dannenberg, CEO von Reddoxx, einem Anbieter von IT-Lösungen für sichere Archivierung, Anti-Spam und E-Mail-Verschlüsselung. Der Chef muss die Richtlinien vorgeben. Worauf es dabei ankommt, hat der Experte in einem Fachbeitrag für das Wirtschaftsmagazin „GmbH-Chef“ aufgelistet.

    (Foto: Getty Images)
    1. Achten Sie auf die Compliance-Bestimmungen
    4 von 11

    Unternehmen sind verpflichtet, die datenschutzrechtlichen und archivierungsrechtlichen Pflichten einzuhalten, zum Beispiel für das Finanzamt. Andreas Dannenberg rät Chefs daher, folgende Fragen zu klären: Welche E-Mails sollen oder müssen wie lange archiviert werden? Welche E-Mails sind hingegen wann zu löschen? Ist privater E-Mail-Verkehr gestattet oder untersagt? Falls erlaubt: Wie können diese E-Mails von der geschäftlichen Archivierung getrennt werden? Wie lassen sich E-Mails vollautomatisch klassifizieren und archivieren? Was passiert mit E-Mails von Betriebsräten?

    (Foto: Getty Images)
    2. Legen Sie Verantwortlichkeiten fest
    5 von 11

    Weil die meisten Chefs nicht viel Zeit haben, um sich mit den IT-Risiken und Sicherheitsmaßnahmen ausführlich zu beschäftigen, sollten sie einen Verantwortlichen festlegen, der sich darum kümmert und regelmäßig an den Chef berichtet, rät Dannenberg und ergänzt: „Außerdem gilt es zu prüfen, ob das Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten braucht. Wichtig ist es auch, die Mitarbeiter immer wieder dafür zu sensibilisieren, dass sie die Sicherheitsmaßnahmen einhalten.“

    (Foto: Getty Images)
    3. Verstärken Sie den Datenschutz
    6 von 11

    Eine Grundvoraussetzung, um zu verhindern, dass Internetkriminelle und Wirtschaftsspione an sensible Daten kommen, sieht Dannenberg in sicheren Passwörtern. Sein Tipp: „Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern, was gute Passwörter kennzeichnet und warum sie diese regelmäßig ändern sollen.“

    (Foto: Getty Images)
    4. Sorgen Sie für eine sichere E-Mail-Nutzung
    7 von 11

    „Sensible Informationen sollten unbedingt verschlüsselt werden. Dafür gibt es bereits leicht anwendbare Programme“, schreibt der IT-Experte. Viren, Trojaner und andere Schadsoftware können ansonsten via E-Mails in ein IT-System eindringen und die Datensicherheit massiv gefährden. Dannenberg: „Zudem sind unverschlüsselt gesendete E-Mails so transparent wie Postkarten.“

    (Foto: Getty Images)

    Deswegen sind sie bei der Gothaer vor wenigen Tagen dem Insurlab Germany beigetreten, einer neu gegründeten Initiative in Köln aus IHK, Technischer Hochschule, Universität und der Stadt. Die Start-up-Szene und die durchaus vielfältige Versicherungsbranche in der Stadt sollen dort vernetzt werden. Den dort oft zu hörenden Satz, dass Köln das neue Berlin sei, gibt Eichmann an diesem Tag unkommentiert so weiter.

    Beim Blick in die einzelnen Sparten Sachversicherung, Leben/Kranken und der Vermögensverwaltung gleichen die Themen denen, die derzeit in der Branche häufig zu hören sind. In der Sachversicherung verspricht man sich natürlich vom Thema Cyberversicherung großes Wachstum. Wenn auch die absolute Zahl an Abschlüssen, die seit Einführung des Produktes für Gewerbekunden Anfang des Jahres erst im niedrigen einstelligen Bereich liegt.

    Marktführer als Windkraftanlagen-Versicherer
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    0 Kommentare zu "Versicherer stärkt Ertragskraft: Viel Wind bei der Gothaer"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%