Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Premium Zahlungsstopp Hypo Alpe Adria „Mit großer Sorge“

Nikolaus von Bomhard hat ein weiteres Kapitel im Streit um die Abwicklung der Skandalbank Hypo Alpe Adria eröffnet: Ungewöhnlich scharf kritisiert der Chef der Munich Re Österreich. Das Land zahlt Schulden nicht zurück.
05.05.2015 - 19:58 Uhr
Kein Geld mehr aus Kärnten. Quelle: Reuters
Hypo Alpe Adria in Klagenfurt

Kein Geld mehr aus Kärnten.

(Foto: Reuters)

München Es kommt nicht oft vor, dass deutsche Spitzenmanager in der Öffentlichkeit gegen das Finanzgebaren anderer Staaten wettern. Doch dem Vorstandsvorsitzenden des weltgrößten Rückversicherers Munich Re, Nikolaus von Bomhard, geht das Vorgehen Österreichs im Fall der österreichischen Bad Bank Heta so gegen den Strich, dass er die übliche diplomatische Zurückhaltung ablegt.

Nachdem schon Griechenland per Gesetz einen Schuldenschnitt erzwungen habe, drohe in Kärnten „eine Erosion der öffentlichen Schuldenmoral“, schreibt von Bomhard in einem Aktionärsbrief, der dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

„Macht dieses Vorgehen Schule, werden sich Politiker aus weit weniger zahlungskräftigen Regionen von ihren Bürgern fragen lassen müssen, warum sie weiterhin ihre Schulden bedienen“, warnt der Topmanager.

Was Banken für die Lobbyarbeit ausgeben
Lobbyarbeit auf Rekordhoch
1 von 11

Die Zahl der Interessenvertreter befindet sich auf einem Rekordhoch: Laut des europäischen Transparenzregisters waren noch nie so viele Lobbyisten in Brüssel aktiv wie heute. Aktuellster Stand: Am 26.02.2015 waren 7873 Interessenvertreter aktiv – dazu gehören unter anderem Unternehmen, Organisationen, Kirchen und Kanzleien. Zum Vergleich: Am 30.08.2011 waren gerade einmal 1003 Lobbyisten registriert. Allerdings muss bei dieser Statistik beachtet werden, dass nicht zwingend die Lobbyarbeit zugelegt hat, sondern auch schlicht die Registrierungen angestiegen sind.

Die EU hat nämlich die Offenlegungspflichten verschärft, was viele Unternehmen dazu zwang, sich im Transparenzregister zu registrieren. Neu ist auch, dass die „ungefähren“ Kosten für die Lobbyarbeit offengelegt werden müssen. Anhand des Registers kann man nun ablesen, welche Bank wie viel für Lobbyarbeit ausgibt ...

(Foto: dapd)
Goldman Sachs
2 von 11

Zu den aktivsten US-Banken in Brüssel gehört die US-Investmentbank Goldman Sachs (im Bild der Goldman Sachs-Chef Lloyd Blankfein). Im Jahr 2014 gab die Investmentbank zwischen 700.000 und 799.000 Euro für Lobbyarbeit in Brüssel aus. Im Jahr 2013 waren es laut Unternehmensangaben 50.000 Euro. Damit wären die Ausgaben für Lobbyarbeit um das 14-Fache gestiegen – scheinbar. Vorher war allerdings die Meldepflicht deutlich lockerer und damit sind „nur“ die registrierten Ausgaben um das 14-Fache gestiegen. Vertreter von LobbyControl warfen der Bank vor, die Ausgaben für 2013 bewusst niedrig geschätzt zu haben.

(Foto: Reuters)
JP Morgan Chase
3 von 11

Die größte Bank der USA JP Morgan Chase gibt in Brüssel fast doppelt so viel für Lobbyarbeit aus wie Goldman. Für das Jahr 2014 sind 1,25 bis 1,5 Millionen Euro als Lobbyausgaben im Transparenzregister eingetragen. Die Bank ist deutlich stärker in den USA aktiv und gibt dort für Lobbyarbeit mehr als sechs Millionen Dollar aus.

(Foto: Reuters)
Morgan Stanley
4 von 11

Die US-Bank, die nach der Finanzkrise ihren Status als Investmentbank aufgab, investiert ebenfalls große Summen in die Lobbyarbeit in Europa. 2014 lagen die Lobbyausgaben zwischen 900.000 und 999.999 Euro. Europäische Banken sind mit größeren Summen engagiert ...

(Foto: Reuters)
HSBC
5 von 11

Die britische Großbank HSBC ist, gemessen am Börsenwert, die größte Bank Europas. Bei den Ausgaben für Lobbyarbeit in Brüssel spielt die Bank ebenfalls ganz oben mit: 2014 gab HSBC laut des EU-Transparenzregisters zwischen 1,25 und 1,5 Millionen Euro aus.

(Foto: ap)
Barclays
6 von 11

Zu den aktiven Banken zählt auch die britische Bank Barclays, die im Jahr 2014 „geschätzt“ 1.736.619 Euro für Lobbyarbeit ausgab. Von allen Banken ist dies wohl die genaueste Schätzung.

(Foto: dpa)
Credit Suisse
7 von 11

Die Schweiz gehört zwar nicht zur EU, doch die Banken des Landes engagieren sich dennoch an der Lobbyarbeit in Brüssel. Die Universalbank Credit Suisse gab im Jahr 2014 geschätzt zwischen 1,25 und 1,5 Millionen Euro aus, um ihre Interessen in Brüssel zu vertreten.

(Foto: Reuters)

Jetzt weiterlesen

Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im

Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.

Weiter

Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen

Jetzt weiterlesen

Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im

Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.

Weiter

Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen

Mehr zu: Zahlungsstopp Hypo Alpe Adria - „Mit großer Sorge“
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%