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Versicherung Mehr als 20 Krankenkassen haben Finanzprobleme

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Der Kassenverband hatte erst vergangene Woche vorausgesagt, dass der Gesundheitsfonds zum Jahresende einen Überschuss von mehr als zwei Milliarden Euro aufweisen werde. Dass einzelne Kassen trotzdem gleichzeitig in Finanznot sein können, liegt an dem 2009 eingeführten komplizierten System: Jede Kasse erhält für ihre Versicherten fixe, ein Jahr im Voraus je nach prognostiziertem Bedarf festgelegte Zuweisungen - unabhängig von den Einnahmen im Fonds.

Kommt sie damit nicht aus, muss sie direkt von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag eintreiben. Die wenigen Kassen, die den zusätzlichen Obolus brauchen - derzeit rund ein Dutzend -, haben erhebliche Nachteile: Ihnen laufen die Mitglieder davon, sodass sich ihre Finanzschwierigkeiten rasch verschlimmern. Als erste Kasse wird zum 1. Juli die City BKK wegen Insolvenz geschlossen. Als stark gefährdet gilt zudem die BKK Heilberufe.

Bei der Abwicklung der City BKK gibt es weiter große Probleme. Nach Angaben von Vorstand Oliver Reken stapelt sich bei der bankrotten Kasse die Post. „Es gibt in vier Leistungsbereichen Rückstände bei der Bearbeitung“, sagte Reken der „Welt“. Um das aufzuholen, müssten ab dieser Woche 43 Mitarbeiter von anderen Krankenkassen aushelfen. „Bis zum 30. Juni sollen alle unbearbeiteten Leistungsanträge erledigt sein“, sagte Reken.

Die Rückstände seien entstanden, weil die City-BKK-Mitarbeiter mit der Beratung von Versicherten auf der Suche nach einer neuen Kasse beschäftigt gewesen seien. Nach Angaben Rekens haben bislang fast 100.000 der ehemals gut 130.000 Mitglieder die City BKK verlassen und sind zu anderen Kassen gewechselt. „Unser Ziel ist es, dass alle Kunden bis zum 30. Juni eine neue Kasse gewählt haben“, sagte er.

Wer zum 1. Juli noch nicht gewechselt sei, müsse sich aber keine Sorgen machen, fügte Reken hinzu. Wer dann zum Arzt gehe, für den werde die City BKK Körperschaft in Abwicklung bezahlen. Sie hole sich das Geld später von der Kasse, in die das jeweilige Mitglied gewechselt sei.


  • dpa
  • dapd
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2 Kommentare zu "Versicherung: Mehr als 20 Krankenkassen haben Finanzprobleme"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Deutschland braucht keine 150 Krankenkassen !
    40% der Beitragszahlungen gehen allein nur für Verwaltungs-
    kosten drauf .Natürlich Spitzengehälter für Aufsichtsräte
    u. Verwaltungsräte (einschl.Politiker ).
    Durch ein amtl.Institut wurde festgestellt ,daß 50 Kranken-
    kassen ausreichen.
    In der jetzigen Zeit müssen auch Krankenkassen reformiert
    werden, dh.auch in diesem Sektor muß die Kostenbremse
    greifen . Es wir höchste Zeit !

  • Hallo,
    "den" Krankenkassen geht es nicht sonderlich schlecht.
    die Regierung hat mit dem Gesundheitsfonds ein Instrument entwickelt welches Geld (4,2 Mio) einnimmt, einen Teil (3 Mio) behält und die Differenz nicht an die Kassen zurück überweist. Lt. dem damaligen Minister Rösler wäre dieses rechtswidrige Einbehalten für eine mögliche "Delle" in der Wirtschaft gedacht. Ohne Einbehalt wären ziemlich genau die Zahlungen von Sonderbeiträgen an die Kassen überflüssig.



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