Versicherungskonzern Generali kauft für Milliarden in Osteuropa zu

Der italienische Versicherer Generali bekennt sich zu Osteuropa: Für eine Milliardensumme kauft er seinem tschechischen Partner dessen Beteiligung am gemeinsamen Joint Venture ab. Das eröffnet neue Möglichkeiten.
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Das Logo der Generali Versicherungen. Quelle: dpa

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(Foto: dpa)

MailandDer neue Generali -Chef Mario Greco baut mit seiner ersten Großübernahme das wachstumsstarke Osteuropageschäft aus. Für 2,5 Milliarden Euro kauft Italiens führender Versicherer seinem tschechischen Partner PPF dessen 49-prozentige Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen GPH ab. "Die Transaktion beseitig alle Unsicherheit hinsichtlich unserer Entwicklungsstrategie in Zentral- und Osteuropa", erklärte Greco am Dienstag.

Greco ist seit August im Amt. Seine Aufgabe ist es, Europas drittgrößten Versicherungskonzern rentabler zu machen und das Beteiligungsportfolio auf den Prüfstand zu stellen. Am kommenden Montag will das Unternehmen die Ergebnisse auf einer Investorenkonferenz in London vorstellen. An der Mailänder Börse notierte die Generali-Aktie etwas höher im Plus als der Gesamtmarkt.

Finanzchef Alberto Minali sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, im Verkaufsprozess für die in der Schweiz ansässige Privatbank BSI und das US-Rückversicherungsgeschäft gebe es keine Probleme. Mit diesen Verkäufen werde der Konzern zusätzliche Barreserven erzielen.

Die komplette GPH-Übernahme soll in zwei Schritten erfolgen. 25 Prozent will Generali sich im März einverleiben, die übrigen 24 Prozent bis Ende kommenden Jahres. Der Partner PPF hatte eine Option zum Verkauf seiner Minderheitsbeteiligung. Analysten forderten von Generali seit langem eine Entscheidung, wo der Weg mit dem Joint Venture hingehen soll.

Generali -Chef Mario Greco. Quelle: PR

Generali -Chef Mario Greco.

(Foto: PR)

Die nun getroffene Vereinbarung ermöglicht Generali zudem eine Aufstockung des Anteils am russischen Versicherer Ingosstrakh auf 38,5 Prozent. Umgekehrt erwirbt PPF das GPH-Versicherungsgeschäft in Russland, der Ukraine, Weißrussland und Kasachstan.

 
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