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Video-Identifizierung Mit harten Bandagen zum Champion

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Wenn zwei sich streiten, ...

Kunden im Fintech-Fieber – So werden klassische Banken unter Druck gesetzt

Der Streit zwischen den beiden Fintechs währt schon länger. Während die Fintech-Szene in den meisten anderen Marktsegmenten häufig den Eindruck einer engen Gemeinschaft erweckt, in der sich sogar Konkurrenten gegenseitig unterstützen, herrscht zwischen den Video-Ident-Diensten ein scharfer Ton. Das zeigte sich beispielsweise auch in diesem Frühjahr, nachdem die Finanzaufsicht Bafin ihr Rundschreiben zu Videoidentifikationsverfahren veröffentlichte. Sie hatte darin festgelegt, wie die Identifizierung per Video-Chat gestaltet werden muss. Unter anderem hieß es darin, dass keine externen Call-Center genutzt werden dürfen. IDnow griff damals aber auf externe Call-Center in Deutschland zurück. WebID meldete daraufhin prompt: „Wir rechnen damit, dass sich der Markt in Kürze bereinigen wird.“ Nach Aussage von IDnow habe man jedoch mit der Bafin gesprochen und sie habe damals grünes Licht für die Zusammenarbeit mit den Call-Centern gegeben.

Mit seiner Berufung gegen das gerade verkündete Urteil läutet WebID Solutions nun die nächste Runde im Video-Ident-Kampf ein. Und damit nicht genug: „Da IDnow aus unserer Sicht unangemessen über das Urteil und weitere Punkte informiert, haben wir eine einstweilige Verfügung bei Gericht beantragt“, sagt Jorga. Der Konkurrent habe eine Pressemitteilung veröffentlicht und parallel Kunden der WebID angeschrieben. Außerdem werde über die Sachlage „nicht angemessen informiert, da etwa der Einspruch der WebID gegen das Patent von IDnow nicht erwähnt werde.“ Zumindest die einstweilige Verfügung soll aber bereits wieder vom Tisch sein.

IDnow hat nach eigenen Angaben mehr als 150 Kunden. Insgesamt seien weit über eine Millionen Video-Identifizierungen durchgeführt worden. WebID Solutions meldet etwa 180 Kunde und 1,75 Millionen Identifizierungen. Allein sind die beiden auf dem Markt für Video-Identifizierung aber nicht. Ihr wichtigster Konkurrent dürfte die Post sein. Neben dem Offline-Angebot PostIdent hat sie vor zwei Jahren ebenfalls eine Video-Identifizierung gestartet. Im Kampf um Kunden scheint auch der ehemalige Staatskonzern nicht zimperlich zu sein. So sollen Unternehmen etwa mit deutlichen Preisnachlässen für das Offline-PostIdent-Verfahren gelockt worden sein, wenn sie sich auch für den Online-Service entschieden.

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