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Videoportal Ex-Chef der Sparkasse Leverkusen versucht sich als Youtuber „Money Manni“

Als „Money Manni“ erklärt Manfred Herpolsheimer auf Youtube die Finanzwelt. Geld will er damit nicht verdienen. Das muss er aber wohl auch nicht mehr.
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In seinen Clips erklärt der 65-jährige Ex-Banker als „Money Manni“ in einfachen Worten die Finanzwelt. Quelle: Youtube Screenshot
Manfred Herpolsheimer

In seinen Clips erklärt der 65-jährige Ex-Banker als „Money Manni“ in einfachen Worten die Finanzwelt.

(Foto: Youtube Screenshot)

Düsseldorf Die Freekickerz, Gronkh und Bibi bekommen jetzt auf dem Videoportal Youtube mit Millionen-Abonnenten Konkurrenz – und zwar von „Money Manni“. Unter diesem Namen hat Manfred Herpolsheimer, Ex-Chef der Sparkasse Leverkusen, einen eigenen Youtube-Kanal eröffnet. In seinen Clips will der 65-jährige Ex-Banker in einfachen Worten die Finanzwelt erklären. Zielgruppe sind nach eigener Aussage die unter 30-Jährigen.

Fünf Videos hat „Money Manni“ bisher veröffentlicht, aufgenommen im heimischen Keller. Nach einem Vorstellungsclip erklärte er zunächst, was ein Kredit ist. Anschließend gab er Tipps zum Immobilienerwerb, widmete sich dann dem Thema Bürgschaft, ehe er sich zuletzt des Themas Servicewüste Deutschland annahm. Bislang wurden seine vier Themen-Videos insgesamt 1300 Mal angeklickt.

„Die Idee dazu ist vor allem im Gespräch mit jungen Erwachsenen entstanden. Sie wünschten sich Erklärvideos zu Wirtschaft und Finanzen in unkomplizierter und verständlicher Sprache“, sagte Herpolsheimer der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Mir macht es riesigen Spaß, meine Erfahrungen weiterzugeben, gefordert zu sein. Auch wenn das inzwischen fast zu einem Vollzeit-Job geworden ist.“

Herpolsheimers Ziel ist es, ein Video pro Woche zu veröffentlichen. Geld wolle er damit nicht verdienen. Ein Blick auf die Vita des ehemaligen Sparkassen-Chefs zeigt allerdings auch, dass er auf Nebeneinkünfte nicht unbedingt angewiesen sein dürfte: Im Jahr 2015, seinem letzten kompletten Jahr als Chef der Sparkasse Leverkusen, verdiente er 539.600 Euro – bei einer Bilanzsumme seiner Bank von 3,1 Milliarden Euro und etwa 600 Mitarbeitern.

17 Jahre lang – bis zum 30. April 2016 – stand Herpolsheimer an der Spitze der Sparkasse. Dann einigte er sich mit dem Institut „im besten gegenseitigen Einvernehmen“ darauf, die Zusammenarbeit drei Jahre vor Ablaufen des Vertrages zu beenden.

Ein Blick in den Sparkassen-Jahresabschluss 2016 im Bundesanzeiger zeigt, dass Herpolsheimer gut verhandelt hat: Knapp eine Million Euro erhielt er zum Abschied als Einmalzahlung, zudem laufen seine festen Bezüge noch bis September 2019 weiter.

Ab Oktober 2019 erhält der Ex-Sparkassenchef dann 65 Prozent der ruhegeldfähigen Bezüge, obwohl die Altersversorgung laut Geschäftsbericht in der Regel „maximal 55 Prozent der ruhegehaltsfähigen Bezüge zum Zeitpunkt des Eintritts in den Ruhestand“ beträgt.

Mit diesem Ruhekissen fürs Alter dürfte es Herpolsheimer auch verkraften können, wenn er nicht bei Youtube noch nicht durchgestartet ist. 106 Abonnenten hat er bislang, Youtube-Star Bianca Heinicke kommt mit „Bibis Beauty Palace“ auf 5,7 Millionen.

Mehr: Youtube ist für Jugendliche wie Fernsehen – und ermöglicht neue Selfmade-Karrieren. Zahlreiche Bücher dokumentieren das Reifen der Video-Plattform.

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