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Vom Superstar zum Paria Deutscher Super-Trader von den Finanzmärkten ausgeschlossen

Christian Bittar darf nicht mehr an den weltweiten Finanzmärkten tätig sein, nachdem er seine Haftstrafe abgesessen hat.
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Ex-Derivatehändler Christian Bittar verlässt 2016 Westminster Magistrates Court in London, Elf früherer Banker von Deutsche Bank, Barclays und Societe Generale mussten sich wegen des Vorwurfs der Manipulation des Euribor-Referenzindexes verantworten. Bittar wurde später zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Quelle: Reuters
Christian Bittar

Ex-Derivatehändler Christian Bittar verlässt 2016 Westminster Magistrates Court in London, Elf früherer Banker von Deutsche Bank, Barclays und Societe Generale mussten sich wegen des Vorwurfs der Manipulation des Euribor-Referenzindexes verantworten. Bittar wurde später zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

(Foto: Reuters)

San FranciscoEr war der Superstar der Szene: Christian Bittar, Derivatehändler bei der Deutschen Bank und so erfolgreich, dass er in einem einzigen Jahr einen Bonus von 90 Millionen britischen Pfund bekommen sollte. Theoretisch. Denn mittlerweile ist er längst gefeuert, wurde für seine Vergehen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, ein Teil des Bonus‘ wurde einbehalten und nun ist seine Karriere vollends beendet. Zumindest in der Finanzindustrie.

Bittar ist jetzt komplett aus der Finanzindustrie verbannt, wie Bloomberg unter Berufung auf ein Statement der Financial Conduct Authority (FCA) meldet. Das Urteil sei bereits im April gefällt worden, doch zurückgehalten worden, weil dagegen geklagt worden war. Mit dem Abschluss dieser Klage ist der Ausschuss von den Finanzmärkten rechtskräftig. Wo immer ein Finanzmarkt existiert, der in irgendeiner Weise reguliert wird, darf Bittar nicht mehr tätig sein. Da bleibt nicht mehr viel übrig.

Bittar hatte sich schuldig erklärt, den sogenannten Euribor manipuliert zu haben. Das ist ein internationaler Referenzzinssatz, an dem sich Finanzgeschäfte oder auch Verträge unter Unternehmen oder mit Privatpersonen orientieren können, zum Beispiel Hypotheken. Bittar hat letztlich nicht nur den größten Bonus eingefahren, den jemals ein Angestellter der deutschen Bank erhalten hat. Der wahrscheinlich weltbeste Derivatehändler hat auch im Alleingang dafür gesorgt, dass die Krise der Deutschen Bank noch ein markantes Stück tiefer wurde, als sie ohnehin schon war. Die Bank war 2015 zu 2,5 Milliarden Dollar Strafe verurteilt wurden, weil sie solche Manipulationen an Referenzindizes nicht wirksam hatte verhindern könnten.

Bittar, berichtet Bloomberg unter Bezug auf die Aufsichtsbehörde, „fehle die nötige Integrität und somit Eignung“, um an den Märkten tätig sein zu können. Wenn er nicht ins Gefängnis gegangen wäre, hätte die Behörde noch eine Strafe von 6,5 Millionen britischen Pfund gefordert, heißt es.

Die kann er jetzt als zusätzliches Altersruhegeld behalten, wenn er in rund zwei Jahren wieder aus dem Gefängnis freikommt, die Hälfte seiner Haftstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

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