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Von SDV zu Fiducia Sparda-Banken wechseln den IT-Dienstleister

Die genossenschaftlichen Institute haben sich nach langen Diskussionen für den IT-Dienstleister der Volksbanken entschieden. Ein Beschluss mit Symbolcharakter.
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Bis alle Sparda-Banken tatsächlich den IT-Dienstleister gewechselt haben, dürfte einige Zeit vergehen. Quelle: dpa
Sparda-Bank

Bis alle Sparda-Banken tatsächlich den IT-Dienstleister gewechselt haben, dürfte einige Zeit vergehen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Lange haben die genossenschaftlichen Sparda-Banken gerungen, die Gruppe war gespalten. Jetzt stehen die Zeichen darauf, dass künftig alle elf Kreditinstitute ihre IT-Dienstleistungen vom zentralen Rechenzentrum der Genossenschaftsbanken, Fiducia & GAD, beziehen. Darauf haben sich vergangene Woche acht der elf Sparda-Banken geeinigt, sie verhandeln nun mit Fiducia. Die drei anderen Häuser hatten sich bereits für einen Wechsel entschieden. Bisher nutzt die Gruppe mit SDV-IT einen eigenen Anbieter.

„Wir haben mehrere Optionen geprüft“, sagte der Chef des Verbands der Sparda-Banken, Florian Rentsch, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Es habe in dieser Vorprüfungsphase verschiedene Ideen von möglichen Partnern und Angebote für die SDV gegeben. Das habe den Verband noch einmal in dem Bewusstsein gestärkt, dass man „mit der SDV einen Wert hat, den wir in die Fiducia & GAD einbringen wollen“.

Die Frage, woher die Sparda-Banken ihre IT-Dienstleistungen beziehen, war in der Gruppe umstritten. Die Sparda-Bank Berlin ist bereits zu Fiducia gewechselt. Zwei weitere Häuser, Hannover und Südwest, haben das auch beschlossen. Die Folge: Die Kosten für die SDV würden sich auf die verbleibenden Institute verteilen. Fraglich war zudem, ob diese mit dem kleinen IT-Dienstleister ausreichend für die Digitalisierung und mehr Regulierung gewappnet sind.

So bieten die Sparda-Banken anders als die gut 900 Volks- und Raiffeisenbanken noch nicht das Bezahlen per Android-Smartphone an. „Es gibt Bestrebungen, ein Angebot im nächsten Jahr bereitzustellen“, so Rentsch.

Der Beschluss der Sparda-Banken, die weitaus größer sind als die meisten Volksbanken und zusammen auf eine Bilanzsumme von 70 Milliarden Euro kommen, hat Symbolcharakter für die genossenschaftliche Finanzgruppe. Das gilt umso mehr, als die Ärzte- und Apothekerbank, die nach dem Spitzeninstitut DZ Bank zweitgrößte Genossenschaftsbank, sich vor einem Jahr für den Schweizer IT-Dienstleister Avaloq entschieden hatte – und gegen Fiducia.

Obwohl es große Überschneidungen mit den Volksbanken gibt, betonen die Sparda-Banken, einst gegründet als Banken für die Eisenbahnbeamten, ihr Selbstverständnis. Sie konzentrieren sich auf private Kunden und bieten weitgehend kostenlose Girokonten an. Rentsch verwies auf den Unterschied bei Strukturen und Geschäftsmodell. „Unser Ziel ist es, im Falle einer Partnerschaft diese Besonderheiten auch zukünftig mit Fiducia & GAD als IT-Dienstleister abbilden zu können“, sagte er.

Auch die Gründung einer Extragesellschaft wird diskutiert. Es gebe die Idee eines Joint Ventures mit der Fiducia, „das die besonderen IT-Anforderungen – die eher mehr als weniger werden – erfüllen soll“, so Rentsch. Die SDV hat rund 400 Mitarbeiter, Fiducia 6600.

Bis alle Sparda-Banken tatsächlich gewechselt sind, dürfte indes einige Zeit vergehen, während der sie auf die SDV angewiesen sind. Im Zuge der Fusion der IT-Dienstleister Fiducia und GAD im Jahr 2015 werden bis Ende 2019 erst noch etliche Volks- und Raiffeisenbanken auf das einheitliche IT-Verfahren umgestellt.

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