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Vorstand Karl von Rohr Mitarbeiterbefragung der Deutschen Bank – „Wir sind noch nicht zufrieden“

Der stellvertretende Vorstandschef der Deutschen Bank interpretiert die Ergebnisse der jüngsten Mitarbeiterumfrage. Er sieht den Abwärtstrend gestoppt.
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Übernimmt im neuen Deutsche-Bank-Vorstand die Verantwortung für die Themen Rechtsstreitigkeiten und Personal. Quelle: picture alliance/dpa
Karl von Rohr

Übernimmt im neuen Deutsche-Bank-Vorstand die Verantwortung für die Themen Rechtsstreitigkeiten und Personal.

(Foto: picture alliance/dpa)

Frankfurt Karl von Rohr sitzt seit 2015 im Vorstand der Deutschen Bank. Als Chief Administrative Officer ist er unter anderem für Recht und Personal zuständig. Der 53-Jährige weiß, dass das Geldhaus nach den jüngsten Turbulenzen noch viele Defizite aufzuarbeiten hat – auch in Sachen Mitarbeiterzufriedenheit.

Herr von Rohr, wie interpretieren Sie die Ergebnisse der diesjährigen Mitarbeiterumfrage?
Mit der Entwicklung können wir grundsätzlich zufrieden sein. Insgesamt haben wir in diesem Jahr knapp 90 Fragen gestellt, 44 davon fanden sich bereits in der weniger detaillierten Befragung des vergangenen Jahres. Von diesen 44 Fragen haben wir bei 30 ein besseres Ergebnis erzielt. Damit ist der Abwärtstrend der vergangenen Jahre gestoppt. Aber mit den absoluten Werten der Umfrage sind wir natürlich noch nicht zufrieden. Die müssen sich weiter verbessern, damit wir eine nachhaltige Trendwende erreichen.

Bei vielen Wettbewerbern fallen solche Mitarbeiterbefragungen deutlich positiver aus. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?
Wir durchlaufen seit einiger Zeit einen Veränderungsprozess, den viele Wettbewerber bereits hinter sich haben. Das schlägt sich auch in der Stimmung nieder. Wir haben hier also noch Nachholbedarf, aber der Trend stimmt mich optimistisch. Die Werte für die Bindung an unsere Bank und die Möglichkeit, sich einzubringen, sind stabil. Die Mitarbeiter haben das Gefühl, dass ihre Interessen stärker im Fokus stehen und das Vertrauen ins Management ist gewachsen. Aber uns ist klar, dass wir so schnell wie möglich nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich werden müssen. Das würde auch unseren Mitarbeitern sehr guttun.

Die Umfrage zeigt, dass immerhin ein Viertel der Mitarbeiter sich mittel- und langfristig mit Abwanderungsgedanken trägt. Wie gefährlich ist das für die Bank?
Zunächst einmal finde ich es bemerkenswert, dass umgekehrt immerhin 75 Prozent unserer Kolleginnen und Kollegen ihre Zukunft trotz der tiefgreifenden Veränderungen weiterhin bei uns sehen. Dafür spricht auch, dass fast über alle Bereiche hinweg die Fluktuation in diesem Jahr niedriger liegt als noch vor zwölf Monaten. Aber ich will nicht leugnen, dass wir in einigen Geschäftsfeldern Mitarbeiter verlieren, die wir gerne gehalten hätten.

Herr von Rohr, vielen Dank für das Interview.

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