Wegen niedriger Zinsen Ost-Sparkassen senken Gewinnprognose

Wegen steigender Kosten und niedriger Zinsen rechnen die ostdeutschen Sparkassen mit einem schwachen Betriebsergebnis für das laufende Jahr. Trotz guter Geschäfte im ersten Halbjahr wird die Jahresprognose gesenkt.
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Die Sparkassen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt senken die Jahresprognose. Quelle: dpa

Die Sparkassen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt senken die Jahresprognose.

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BerlinDie ostdeutschen Sparkassen haben ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt. Wegen der steigenden Kosten etwa beim Personal und der niedrigen Zinsen dürfte das Betriebsergebnis vor Bewertung bei 1,12 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme liegen, wie der Dachverband OSV am Dienstag mitteilte. Bei dieser entscheidenden Kennziffer für das operative Geschäft hatte der OSV Ende Februar noch 1,14 Prozent veranschlagt. Allerdings sind die Sparkassen bei Prognosen traditionell vorsichtig. Im vergangenen Jahr lag der Wert bei 1,23 Prozent.

OSV-Präsident Michael Ermrich gab sich zufrieden mit dem Geschäft im ersten Halbjahr. Neben steigenden Einlagen erzielten die 45 Verbands-Sparkassen auch ein Plus beim Kreditbestand und im Kreditneugeschäft. Die Kundeneinlagen kletterten von Januar bis Juni auf den Rekordwert von 88 Milliarden Euro, was der OSV als überraschend bezeichnete. „Üblicherweise investieren Sparkassenkunden im ersten Halbjahr und sparen im zweiten Halbjahr.“ Der Kreditbestand erhöhte sich bei den Sparkassen um gut zwei Prozent auf 42,4 Milliarden Euro.

Der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) vertritt die Interessen der Sparkassen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

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