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Satellitenbild von einem Taifun

Die Münchner Rück profitiert von einem Katastrophenarmen ersten Halbjahr.

(Foto: dpa)

Weltgrößter Rückversicherer Münchner Rück verzeichnet so wenig Schäden durch Naturkatastrophen wie seit 13 Jahren nicht

Stürme, Überschwemmungen und Erdbeben haben im ersten Halbjahr so wenig Schaden angerichtet wie zuletzt in 2005.
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MünchenDie entspannte Wetterlage im ersten Halbjahr freut die Münchner Rück. Stürme, Überschwemmungen und Erdbeben haben im ersten Halbjahr so wenig Schaden angerichtet wie seit 13 Jahren nicht mehr. Der weltgrößte Rückversicherer zählte in seinem am Mittwoch veröffentlichten Naturkatastrophen-Bericht Gesamtschäden von 33 Milliarden Dollar. Das sind gerade einmal halb so viel wie ein Jahr zuvor.

Weniger waren es zuletzt im ersten Halbjahr 2005. Damals waren es - preisbereinigt - 29 Milliarden Dollar. Die Versicherer und Rückversicherer hatten allerdings dennoch hohe Ausgaben. Mit 17 Milliarden Dollar mussten sie für Naturkatastrophen-Schäden fast so viel zahlen wie im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Der Grund: Vor allem in Industriestaaten sind immer mehr Unternehmen und Privatleute gegen Naturgefahren versichert. Entsprechend höher sind natürlich auch die Einnahmen der Versicherer.

Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek zeigte sich nach der verheerenden Bilanz des Jahres 2017 erleichtert: „Es ist gut, dass nach extremen Katastrophen mit Rekordschäden wieder eine Phase mit geringen Schäden zu verzeichnen war.“

Die weltweit teuerste Naturkatastrophe im ersten Halbjahr war der Wintersturm „Friederike“, der im Januar eine Schneise der Verwüstung von Großbritannien bis nach Deutschland zog. Er richtete 2,2 Milliarden Euro Schaden an, wovon die Versicherer 1,7 Milliarden tragen mussten. Etwa zwei Drittel der Schäden entfielen nach Angaben der Münchener Rück auf Deutschland.

Im Frühsommer prägten im Südwesten Europas schwere Gewitter mit Sturzfluten das Wetter, im Nordosten kam es zu Hitzewellen und Dürren. Teilweise sei ein kompletter Ausfall der Ernten zu erwarten. „Auf den Klimawandel können solche einzelne Ereignisse nicht zurückgeführt werden“, sagte Ernst Rauch, Unwetter-Experte der Münchener Rück.

Sie passten aber in das Bild von häufigeren Hitze- und Trockenperioden sowie extrem starken Niederschlägen, das Klimamodelle für die Zukunft zeichneten. Insgesamt zählte die Münchener Rück im ersten Halbjahr 430 Naturkatastrophen, mehr als von Januar bis Juni 2017. Mit 3000 Todesopfern forderten sie aber weit weniger Menschenleben. 2017 starben 5540 Menschen in der Folge von Naturkatastrophen.

  • rtr
  • dpa
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