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Weltwirtschaft Allianz-Chefberater El-Erian warnt vor einer Schuldenkrise

Allianz-Chefberater El-Erian sieht wachsende Risiken in den Schwellenländern. Auch die EU muss ihm zufolge Reformen vorantreiben.
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Allianz: Chefberater El-Erian warnt vor einer Schuldenkrise Quelle: Reuters
Mohamed El-Erian

„Wenn die globale Liquidität langsam austrocknet, kommen die Probleme wieder ans Licht“, sagt Mohamed El-Erian.

(Foto: Reuters)

New York Der ökonomische Chefberater der Allianz, Mohamed El-Erian, warnt vor weiteren Krisen in den zuletzt durch Währungsturbulenzen erschütterten Schwellenländern. Das sich abflauende globale Wirtschaftswachstum werde deutlicher sichtbar machen, welche Länder überschuldet sind, mahnt der frühere Chef des weltgrößten Anleihe-Händlers Pimco im Handelsblatt-Interview: „Wenn die globale Liquidität langsam austrocknet, kommen die Probleme wieder ans Licht.“ (Hier das ganze Interview lesen)

Die betroffenen Staaten sollten dringend strukturelle Reformen angehen, empfiehlt El-Erian. „Es ist nicht überraschend, dass Währungen in Ländern wie Argentinien und der Türkei anfällig für hohe Schwankungen sind. Das sind schließlich Länder mit hausgemachten Problemen.“

Auch die Europäische Union müsse dringend Reformen vorantreiben. „Die EU muss daran arbeiten, die Bankenunion zu vervollständigen“, mahnte El-Erian.

Gleiches gelte für die fiskale und die politische Harmonisierung, auch wenn das angesichts der Spannungen innerhalb der EU schwierig werden könnte. „Die Hoffnung ist, dass sich die EU zusammenrauft, um wachstumsfördernde Reformen einzuleiten“, sagt El-Erian. Sonst würden auch hier durch eine straffere Geldpolitik in der EU strukturellen Schwächen offengelegt.

Den Kompromiss im Handelsstreit, den US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker vergangene Woche getroffen haben, sieht der Allianz-Berater als ein wichtiges Signal, auch wenn viele Details noch offen seien. Er glaubt, dass die EU und die USA gemeinsam noch viel mehr erreichen könnten.

„Je nachdem, was die USA und die EU nun aushandeln, könnte das einen wichtigen Grundstein dafür legen, um das internationale Handelsregime zu verbessern“, sagte El-Erian. „Im besten Fall könnten sich die beiden Parteien verbünden, um ihre gemeinsamen Probleme mit China anzusprechen, wenn es zum Beispiel um geistiges Eigentum geht, um die Anforderungen für Joint-Ventures und andere nicht-tarifäre Handelsschranken.“

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Sollte es zu einem ausgewachsenen Handelskrieg kommen, seien die USA am besten gerüstet. Zum einen, weil viele Investoren das Land für weniger exportabhängig halten als Europa und China. Zum anderen, weil die US-Wirtschaft besser dastehe.

„Wenn es nach der US-Notenbank geht, sorgen die Steuersenkungen noch mindestens drei Jahre lang für Rückenwind.“ Das sei auch der Grund, warum die Aktienmärkte in den USA seit dem Handelsstreit besser abschneiden als die in China und Europa.

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