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Wendepunkt erreicht Rückversicherer rechnen mit stabilen Preisen im kommenden Jahr

Swiss Re und Hannover Rück sehen sich selbst am Wendepunkt. Für das kommende Jahr rechnen die Rückversicherer mit einer stabilen Preisentwicklung.
Update: 10.09.2018 - 09:45 Uhr Kommentieren
Die Rückversicherer-Branche steht derzeit vor großen Herausforderungen. Quelle: dpa
Swiss-Re-Zentrale in Zürich

Die Rückversicherer-Branche steht derzeit vor großen Herausforderungen.

(Foto: dpa)

Zürich Die Swiss Re rechnet für das kommende Jahr mit einer weitgehend stabilen Preisentwicklung. „Wir glauben, dass im Preiszyklus für Nicht-Lebensversicherungen ein Wendepunkt erreicht wurde“, erklärte Swiss-Re-Manager Edouard Schmid am Montag.

Vorausgesetzt es gebe keine großen Katastrophen, dürften sich die Preise wenig ändern. Das Marktumfeld bleibe jedoch herausfordernd.

Auch die Hannover Rück geht mit geringen Erwartungen an Prämiensteigerungen in die diesjährigen Neuverhandlungen ihrer Verträge mit den Erstversicherern und anderen großen Kunden. „Je geringer die Katastrophenbelastungen dieses Jahr ausfallen, desto schwerer wird es werden, im kommenden Jahr die erforderlichen weiteren Preissteigerungen durchzusetzen“, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Montag auf einer Pressekonferenz in Monte Carlo.

„Gleichwohl sehen wir in einigen Segmenten eine hohe Nachfrage und damit durchaus gute Möglichkeiten für Wachstum.“ So gebe es einen zunehmenden Bedarf zur Absicherung von Cyber-Risiken. Das Marktumfeld bleibe herausfordernd, insgesamt rechnet die Nummer 3 der Branche für die Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2019 mit vorwiegend stabilen Preisen und Konditionen. Auch der Branchenprimus Münchener Rück hatte sich zuletzt ähnlich geäußert.

In Monaco trifft sich die Branche traditionell im September, um die Vertragsverhandlungen zum Jahreswechsel vorzubereiten. Im Herbst 2017 waren Versicherer und Rückversicherer von einer Serie von Hurrikanen in den USA und in der Karibik sowie von mehreren Erdbeben hart gebeutelt worden.

Die Stürme über den USA hatten erstmals auch alternative Kapitalgeber wie Hedgefonds finanziell getroffen, die den traditionellen Rückversicherern auf der Suche nach Rendite seit Jahren neue Konkurrenz machen. Doch die Hoffnung einiger Rückversicherer, dass sich alternative Kapitalgeber zurückziehen, erfüllten sich nicht.

Nach Angaben der Ratingagentur Standard & Poor‘s stieg ihr Marktanteil sogar. Die Hannover Rück sieht sich trotz der starken Konkurrenz auf gutem Weg, die Jahresziele für 2018 zu erreichen. Im laufenden Jahr erwarten die Niedersachsen einen Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro.

  • rtr
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