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Wertberichtigung bereits ausreichend getroffen BHF: Agiv-Situation berührt Bilanz nicht

Nach Angaben der BHF-Bank wird die finanzielle Schieflage der Hamburger Immobiliengruppe Agiv Real Estate keine Auswirkungen auf die Bilanz des Frankfurter Kreditinstituts haben. Die zum niederländischen Finanzkonzern ING gehörende BHF-Bank ist mit 13,2 Prozent an der Agiv beteiligt.

HB FRANKFURT. „Bilanztechnisch hat das keine Auswirkung auf uns“, sagte BHF-Sprecher Jürgen Heine am Freitag mit Blick auf die Schieflage der Agiv. „Wir haben ausreichend Wertberichtigungen für diese Beteiligung getroffen.“ Das Agiv-Paket stehe schon seit längerem zum Verkauf. Bei einem Kurs der im Prime Standard notierten Agiv-Aktie von nur noch einem Euro ist davon auszugehen, dass die BHF ihre Beteiligung voll abgeschrieben hat. Dies wollte der Sprecher allerdings nicht ausdrücklich bestätigen.

Am Donnerstag war Agiv-Chef Rainer Behne zurückgetreten. Am Mittwoch hatte er Reuters noch gesagt, Agiv brauche dringend 15 bis 20 Mill. €, um einen akuten Liquiditätsengpass zu überwinden. In dem Gespräch hatte sich Behne zuversichtlich gezeigt, noch in diesem Monat neue Investoren zu finden. In Branchenkreisen hieß es jedoch, vor deren Einstieg müssten noch Altlasten bereinigt werden.

Neben der BHF ist der Karlsruher Energieversorger EnBW mit 14,2 % an der Agiv beteiligt.

An der Börse setzte die Agiv-Aktie unterdessen ihren Kurssturz fort und fiel um weitere 17,4 % auf 1,00 €. Damit hat das Papier in den vergangenen drei Tagen rund die Hälfte ihres damaligen Börsenwertes verspielt - 1998 hatten die Scheine zeitweise sogar mal mehr als 20 € gekostet.

Aktienhändler sagten, die Investoren hätten das Vertrauen in das Unternehmen verloren. „Das ist jetzt ein spekulativer Wert. Da kann man auf die Rettung der Firma wetten, langfristige Positionen wird aber wohl keiner mehr eingehen wollen“, sagte ein Frankfurter Händler, der auf kleinere Börsenwerte spezialisiert ist. „Ich glaube auch nicht, dass die Agiv das notwendige Kapital zusammen bekommt“, ergänzte der Händler.

Ein Frankfurter Analyst erklärte die Agiv-Schieflage mit dem sehr starken Fokus auf den deutschen Markt, der noch immer von hohen Leerständen gekennzeichnet sei. „In diesem Jahr ist nicht mehr mit einer signifikanten Besserung des deutschen Immobilienmarktes zu rechnen.“ Zudem gebe es Probleme mit den Wirtschaftsprüfern, die den Jahresabschluss der Agiv noch immer nicht testiert hätten.

Agiv-Sprecher Jörg Bretschneider sagte, das Unternehmen werde alles daran setzen, diesen Monat noch einen testierten Jahresabschluss für 2003 vorzulegen. Die Nachfolge Behnes sei noch unklar. In Unternehmenskreisen hieß es am Freitag, die Lage werde derzeit eingehend geprüft. Weitere Rückstellungen und Abschreibungen seien nicht auszuschließen.

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