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WestLB rät zu höherer Aktienanlage Schadenversicherer verlieren Preismacht

Die europäischen Schaden- und Unfallversicherer kommen nach Einschätzung der WestLB unter Ertragsdruck. Dies hat zwei Ursachen: sinkende Preise und das niedrige Zinsniveau.
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cd DÜSSELDORF. Nachdem die Preise in der Industrieversicherung nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in die Höhe geklettert waren, können Kunden inzwischen wieder Abschläge durchsetzen. „Dies ist der normale Preiszyklus“, sagt Andreas Schäfer, Mitautor einer WestLB-Studie. Zudem zeichnet sich ein Preiskampf in Teilen des Massengeschäfts wie der Kfz-Versicherung ab. Dort haben Versicherer wie Allianz, Victoria oder Aachen Münchener neue Tarife angekündigt. Unter dem Strich dürfte es für die Konzerne schwer werden, den versicherungstechnischen Gewinn zu halten. Den erzielen sie, wenn von den Prämien nach Abzug der Kosten und Schadenzahlungen etwas übrig bleibt.

Als zweiten belastenden Faktor sehen die Analysten sinkende Zinsen. Dieses schmälert die Gewinne der Assekuranz aus der Anlage der Kundengelder. Derzeit setzen Sachversicherer vor allem auf Rentenpapiere (siehe „Mutlose Versicherer“). Hier sanken die laufenden Kapitalerträge seit 2001 von 4,4 auf 3,4 bis 3,8 Prozent. Die WestLB erwartet ein Absinken auf etwa drei Prozent. Die Versicherer sollten in dieser Phase des Marktzyklus’ die Risiken nicht im Preiskampf suchen, raten die Analysten.

Als Erfolgsformel sehen sie den richtigen Mix aus der Höhe des Privatkundengeschäfts, eine Positionierung in stark konzentrierten Märkten sowie ein spekulativerer Mix in der Anlage der Prämien. Hier empfiehlt die WestLB vor allem eine höhere Aktienanlage. Dies berge Chancen für die Versicherer. So liege etwa die durchschnittliche Dividendenrendite der Aktien im US-Index Stoxx 600 mit 3,05 Prozent deutlich über den 2,60 Prozent Rendite für Euroland-Staatsanleihen mittlerer Laufzeit. Einige Versicherer verfügten bereits über hohe Aktienquoten wie die Allianz mit 19 oder die Axa mit 21 Prozent, weswegen die WestLB ihnen zutraut, mit dem gegenwärtigen Umfeld gut klarzukommen. Skeptischer beurteilt sie Zurich Financial Service (ZFS) und die französische AGF.

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