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Deutsche Bank

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt.

(Foto: dpa)

Yunar Deutsche Bank bringt Banking-App an den Start – als ersten Schritt zur virtuellen Geldbörse

Die Deutsche Bank startet „Yunar“: Mit dieser neuen App und einem neuen Unternehmen zielt das Frankfurter Geldhaus auf junge Kunden.
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Frankfurt Das Wort „Yuna“ stammt aus dem Keltischen und bedeutet Wunsch. Der Begriff stand Pate beim neuen digitalen Angebot der Deutschen Bank, das unter dem Markennamen „Yunar“ an den Start geht.

Die neue App startet am Dienstag in einer Basisversion als kostenloses digitales Angebot, mit dem die Kunden Bonusprogramme verwalten können. Im Laufe der Zeit will die Deutsche Bank das Angebot mit weiteren Bank- und Nichtbank-Dienstleistungen zur virtuellen Geldbörse („Mobile Wallet“) ausbauen.

Frank Strauß, Vorstand für das Privat- und Firmenkundengeschäft, hatte das Projekt, mit dem die Bank digital-affine jüngere Kunden locken will, im Interview mit dem Handelsblatt bereits angekündigt: „Wir brauchen ein Angebot, das näher an den täglichen Bedarf heranrückt, gerade auch bei jungen Menschen“, hatte Strauß gesagt.

Zum Start können die Nutzer mit der Yunar-App auf dem Smartphone erst einmal ihre Kundenkarten verwalten. Die App erlaubt den Nutzern, für bis zu 200 in Deutschland verbreitete Bonusprogramme Punkte zu sammeln, darunter Payback, Deutschland-Card, Bahn-Bonus, Miles & More, Ikea, Douglas und Karstadt.

In weiteren Ausbaustufen hin zur virtuellen Geldbörse können Leistungen wie das mobile Bezahlen, Kontenübersicht oder die digitale Identität dazukommen.

Hinter Yunar steht ein eigenes Unternehmen, eine hundertprozentige Tochter der Bank, mit eigenem Management, eigener IT und anfangs rund 80 Mitarbeitern. Die neue Tochter geht wie viele junge agile Fintech-Unternehmen erst einmal ohne Banklizenz an den Start. Das erlaubt Strauß zufolge ein schnelleres Wachstum.

Yunar ist Teil des neuen Geschäftsbereichs „Digital Ventures“. Dort werden künftig die Angebote für neue Zielgruppen und Märkte im Privat- und Firmenkundengeschäft gebündelt.

Im vergangenen Frühjahr hatte sich das Geldhaus von seinen Plänen für den Aufbau einer eigenen Digitalbank verabschiedet. Jetzt wollen Strauß und seine Kollegen die Digitalisierung durch den Aufbau einer Banking-Plattform, die auch Produkten anderer Anbieter offensteht, die Digitalisierung vorantreiben.

Im Handelsblatt-Interview hatte Strauß eingeräumt, dass die Deutsche Bank zwar beim Sparen vorankomme, auf der Ertragsseite aber noch der ein oder andere „Yuna“ der Investoren offenbleibe. Die Bank, die drei Verlustjahre in Folge hinter sich hat und für 2018 erstmals wieder einen Gewinn anpeilt, müsse die Profitabilität steigern.

Beim jüngsten Stresstest der europäischen Banken landete das größte heimische Geldhaus auf einem der hinteren Plätze, in den vergangenen zwölf Monaten sackte der Börsenkurs um über 37 Prozent ab. Zuletzt erholte sich die Aktie allerdings.

Grund: Der Hedgefonds Hudson Executive des US-Investors Doug Braunstein hat sich mit über drei Prozent eingekauft und dem Sanierungskurs des neuen Vorstandschefs Christian Sewing volle Rückendeckung gegeben. Braunstein ist sich sicher, dass sein größter Wunsch ganz unabhängig von der neuen App in Erfüllung gehen wird: Die lange erhoffte Wende zum Besseren bei der Deutschen Bank.

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