Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Zahlen fürs zweite Quartal Gewinn der Commerzbank rauscht in die Tiefe

Die Commerzbank hat im zweiten Quartal wegen eines drastisch eingebrochenen Handelsergebnisses wesentlich weniger verdient als im Vorjahr. Die Prognose fürs Gesamtjahr steht aber.

HB FRANKFURT. Der Nettogewinn sei im Zeitraum Anfang April bis Juni von 240 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 175 Millionen Euro gefallen, teilte Deutschlands drittgrößte börsennotierte Bank am Mittwoch in Frankfurt mit. Analysten hatten im Schnitt mit 173 Millionen Euro gerechnet. Eine Meldung vom Vortag, der Gewinn liege weit niedriger als die Analystenschätzungen, hat sich damit nicht bestätigt. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte eine anonyme Quelle zitiert.

Das Handelsergebnis schrumpfteauf nur noch elf Millionen Euro zusammen. Im Vorjahresquartal hatte es noch bei 131 Millionen Euro gelegen. „Belastend wirkten die temporären Marktturbulenzen im Anleihegeschäft“, hieß es zur Begründung von der Commerzbank. Zudem habe das Institut Teile des Eigenhandels aufgegeben.

Dafür stieg im operativen Geschäft der Zinsüberschuss auf von 806 auf 847 Millionen Euro. Zudem ging die Risikovorsorge für faule Kredite von 214 auf 177 Millionen Euro zurück. Der Provisionsüberschuss kletterte von 557 auf 593 Millionen. Die Verwaltungskosten sanken von 1,13 auf 1,08 Milliarden Euro.

Die Commerzbank bekräftigte ihre Prognose für das Gesamtjahr. Demnach soll 2005 eine Eigenkapitalrendite von mindestens 8 Prozent nach Steuern erreicht werden - und das ohne Sondererlöse. Das wären umgerechnet mehr als 750 Millionen Euro Nettogewinn. Nach der ersten Jahreshälfte waren es 570 Millionen Euro, über 200 Millionen gehen aber auf einmalige Beteiligungsverkäufe zurück. Mit diesen Sondererträgen lag die Rendite bei 12,6 Prozent. Die Commerzbank hatte in den vergangenen Jahren ihre Prognosen stets verfehlt.

An der Börse stiegen die Commerzbank-Aktien am Morgen um mehr als zwei Prozent auf 18,63 Euro. „Die Zahlen weisen eine bessere Qualität auf als erwartet“, sagte Sal. Oppenheim-Analyst Thomas Rothäusler. Die Prognose für das Gesamtjahr sei nach dem Halbjahr realistisch. Voraussetzung sei jedoch, dass sich das Marktumfeld weiter normalisiere und keine negativen Überraschungen bei den Kosten sowie der Risikovorsorge auftauchten. Konrad Becker, Analyst bei der Privatbank Merck Finck, sagte zur Prognose: „Das ist mutig, aber nichts, wo man sagen muss: Das ist von vornherein Unsinn.“

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite