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Zahlungsdienstleister Klarna Mit rosa Logos gegen Paypal

Das schwedische Fintech Klarna will ab diesem Montag Farbe in die Welt des Online-Bezahlens bringen und stärker auf Endkunden zugehen. Die Neuerungen sollen Paypal vom Thron stoßen, doch auch Banken müssen sich vorsehen.
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Hauptsache bunt – mit seinem neuen Werbekonzept hat sich der Zahlungsdienstleister an der Mode- und Musikbranche orientiert. Quelle: Klarna
Klarna-Werbung

Hauptsache bunt – mit seinem neuen Werbekonzept hat sich der Zahlungsdienstleister an der Mode- und Musikbranche orientiert.

(Foto: Klarna)

Frankfurt Das Bezahlen im Internet soll ab diesem Montag bunter und flippiger werden. Dafür will der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna sorgen, der seinen kompletten Markenauftritt sowohl optisch als auch strukturell umstellt. Das Ziel des Unternehmens: „Wir wollen Paypal von Platz eins verdrängen“, sagte Marc Berg, Klarna-Geschäftsführer für den deutschsprachigen Raum, vorab dem Handelsblatt. „Die Kunden sollen am liebsten mit Klarna einkaufen.“ Das gelte sowohl für Deutschland als auch für andere Märkte. Noch ist der Abstand zur Nummer eins beim Online-Bezahlen groß, doch die Schweden könnten auch anderen Akteuren in der Finanzbranche gefährlich werden.

Beim Bezahlen in Online-Shops haben Verbraucher die Qual der Wahl: Im Durchschnitt bieten Händler sieben verschiedene Bezahlmethoden an. Die größte Verbreitung hat Paypal. Laut neuester Online-Payment-Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI ist der Zahlungsdienst in 90 Prozent der hiesigen Top-1.000-Online-Shops zu finden. An diesen Wert kommen nur Kreditkarten (88 Prozent) heran, gefolgt von Überweisung und Vorkasse (72 Prozent) und dem Kauf auf Rechnung (68 Prozent). Auf Platz fünf stehen Onlineüberweisungen – dominiert von Sofortüberweisung mit 61 Prozent der Händler.


Dieses Verfahren gehört seit 2014 zu Klarna und war dessen erster großer Zukauf in Deutschland. Der Name allerdings ist ab jetzt Geschichte. Im neuen Design wird es ab diesem Montag nur noch „Sofort“ heißen. Dass Kunden verloren gehen, wenn sie an der Online-Kasse nicht mehr die „Sofortüberweisung“ finden, befürchtet Marc Berg nicht. „Wir haben dazu umfangreiche Tests gemacht.“ Für Aufmerksamkeit dürfte auch das neue Logo sorgen: Eine Hand, die ein Peace-Zeichen zeigt – und das Ganze weiß auf rosa, der neuen Markenfarbe von Klarna. An der Onlinekasse (check-out) sei sehr wenig Platz, erklärt Berg. „Um neue Kunden zu gewinnen, muss man auffallen.“ Die Inspiration zum neuen Design habe Klarna in der Fashion- und Musikbranche gefunden.

Neben der ehemaligen Sofortüberweisung bietet das Finanztechnologie-Unternehmen, das 2005 in Schweden gegründet wurde, inzwischen in 18 Ländern aktiv ist und rund 1.500 Mitarbeiter hat, diverse andere Bezahlmethoden an. Sie sind ab jetzt in drei Bereiche gegliedert: Neben „Sofort bezahlen“ gibt es noch „Später bezahlen“ – was für Rechnungskauf steht. Die dritte Kategorie heißt „In Raten zahlen“. Dieser Logik soll bald auch Billpay untergeordnet werden. Diesen deutschen Anbieter von Rechnungs- und Ratenkauf hatte Klarna im Februar übernommen. Momentan läuft noch das Prüfverfahren bei der Finanzaufsicht.

Die Zahlungsarten von Klarna sind ab sofort in drei Kategorien unterteilt. Quelle: Klarna
Klarna-Symbole

Die Zahlungsarten von Klarna sind ab sofort in drei Kategorien unterteilt.

(Foto: Klarna)


Erst Sofortüberweisung, dann Billpay und zwischendurch auch noch Cookies – Klarna war bereits drei Mal auf Einkaufstour am deutschen Fintech-Markt. Mithilfe des Cookies-Team wurde kürzlich die App Wavy gestartet, die das Geldsenden von Smartphone zu Smartphone ermöglicht. Kilian Thalhammer, Experte für Fintechs und Zahlungsdienste, traut dem Unternehmen einiges zu: „Noch sind die Investitionen in Deutschland nicht auf die Marktposition durchgeschlagen, aber ich glaube schon, dass Klarna für Paypal gefährlich werden kann“, sagte er dem Handelsblatt.

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