Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Zahlungsdienstleister Wirecard-Aufsichtsratschef Matthias tritt nicht erneut an

Der Chef des Kontrollgremiums will nach Handelsblatt-Informationen ausscheiden. Großinvestoren hatten zuletzt eine Professionalisierung der Konzerngremien angemahnt.
Kommentieren
Wirecard-Aufsichtsratschef Wulf Matthias tritt nicht erneut an Quelle: AFP
Wirecard-Zentrale in Aschheim

Wulf Matthias wird nicht erneut für den Aufsichtsrat des Dax-Neulings kandidieren.

(Foto: AFP)

München Einen Tag nach der Bilanz-Jahreskonferenz gibt es Neuigkeiten zur Besetzung des Aufsichtsrats von Wirecard. Der Vorsitzende des Kontrollgremiums, der ehemalige Banker Wulf Matthias, tritt nicht erneut an. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfahren hat, fasst der 75-Jährige keine weitere Amtszeit ins Auge. Allein aus Altersgründen stehe er nach Ablauf seines Mandats nicht mehr zur Verfügung.

Offiziell entschieden sei die Demission noch nicht, heißt es aus Aschheim bei München. Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte: „Herr Matthias wird seine Amtszeit bis zum Ablauf der regulären Periode 2020 ausfüllen.“ Die Entscheidung über die Besetzung des Aufsichtsrats trifft die Hauptversammlung, gegenüber der sich Matthias noch nicht erklärt hat.

Matthias steht seit 2008 an der Spitze des Kontrollgremiums des Zahlungsdienstleisters. Er war bis 2016 Senior Advisor beim Bankhaus MM Warburg und bis 2013 Managing Director bei der Bank Sarasin. Außerdem war er bis 2011 Vorstandsmitglied der Credit Suisse Deutschland.

Insider hatten im Gespräch mit dem Handelsblatt bereits am Dienstag anstehende Veränderungen im Aufsichtsrat von Wirecard angekündigt.

Großinvestoren und Experten hatten zuletzt eine Professionalisierung der Konzerngremien angemahnt. So forderte der frühere DWS-Chef Christian Strenger, den Aufsichtsrat zu erweitern: „Hier fehlen Fachleute für Compliance und für Technologie, die das Geschäft verstehen.“ Auch Ingo Speich vom Fondshaus Deka erklärte, der Aufsichtsrat sei nicht ausreichend vielfältig zusammengesetzt. Das könne ein Grund für die jüngsten Probleme sein.

Wirecard ist in den vergangenen Monaten deutlich unter Druck geraten. Journalisten veröffentlichten Artikel über mögliche Bilanzmanipulationen im Asiengeschäft, Vertuschungsvorwürfe machten die Runde. Der Konzern sieht sich durch eine externe Untersuchung und das uneingeschränkte Testat des Wirtschaftsprüfers EY zum Konzernabschluss entlastet, wie Wirecard-Chef Braun am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz 2018 erklärte.

Prominente Leerverkäufer haben unterdessen ihre Spekulation gegen die Wirecard-Aktie reduziert. Die meldepflichtigen Positionen sind laut Bundesanzeiger deutlich zurückgegangen. So reduzierte Odey Asset Management seine Position am Mittwoch von 0,56 Prozent auf 0,31 Prozent und hat sie inzwischen ganz aufgelöst. Slate Path Capital hat seine Position am Donnerstag zumindest leicht reduziert.

Finance Briefing
Startseite

Mehr zu: Zahlungsdienstleister - Wirecard-Aufsichtsratschef Matthias tritt nicht erneut an

0 Kommentare zu "Zahlungsdienstleister: Wirecard-Aufsichtsratschef Matthias tritt nicht erneut an"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote