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Zahlungsdienstleister Wirecard-Konkurrent Adyen legt glänzende Zahlen vor

Der niederländische Zahlungsdienstleister hat 2018 seinen Gewinn um mehr als 80 Prozent gesteigert. Der Aktienkurs gibt indes nach.
Update: 27.02.2019 - 17:16 Uhr Kommentieren
Adyen wickelt vor allem Zahlungen für Onlinehändler ab.
Smartphones mit Adyen-App

Adyen wickelt vor allem Zahlungen für Onlinehändler ab.

Frankfurt Das Geschäft läuft fast von allein: Das weltweite Wachstum im Einzelhandel und der Trend zu weniger Bargeldnutzung verhelfen dem niederländischen Zahlungsdienstleister Adyen zu einem Gewinnsprung. Das Unternehmen aus Amsterdam steigerte seinen Gewinn im vergangenen Jahr auf 131 Millionen Euro, das sind 84 Prozent mehr als im Vorjahr.

Adyen ist einer der großen Konkurrenten des Dax-Konzerns Wirecard, für dessen Aktie es nach Kurskapriolen derzeit ein Verbot von Netto-Leerverkäufen gibt. Beide wickeln Zahlungen besonders für Onlinehändler, aber auch an der Ladenkasse ab – und beide sind in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Zu bekannten Adyen-Kunden gehören Unternehmen wie Uber, Netflix und Spotify, aber auch viele große traditionelle Händler.

„Wir gewinnen weiter neue Kunden“, sagte Adyen-Chef Pieter van der Does. Im vergangenen Jahr wickelte seine Firma Zahlungen in Höhe von 159 Milliarden Euro ab – ein Plus von fast 50 Prozent.

Das niederländische Unternehmen zählt zu den Lieblingen der Investoren. Am Mittwoch schoss der Aktienkurs zunächst in die Höhe, gab aber am Nachmittag um 2,8 Prozent nach. Adyen war im vergangenen Juni an die Börse gegangen. Gleich am ersten Handelstag verdoppelte sich der Börsenwert, seitdem ist der Kurs um mehr als 50 Prozent gestiegen.

Adyen wurde 2006 gegründet. Zu den prominenten frühen Investoren zählten Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Twitter-Gründer Jack Dorsey und Singapurs Staatsfonds Temasek.

Das Unternehmen bindet verschiedene Zahlmethoden in Onlineshops ein – etwa Kreditkarten, Lastschrift oder die Onlinebezahldienste Paypal und Alipay – und wickelt die Zahlungen ab. In der Regel berechnen die Zahlungsdienstleister dafür einen kleinen Anteil des Transaktionsvolumens. Das ist auch die wesentliche Einkommensquelle für Adyen.

Der Wettbewerb indes ist enorm. In Europa tummeln sich etliche Zahlungsdienstleister. Neben Wirecard zählen dazu die fusionierten Nets und Concardis, Wordline, Ingenico und Heidelpay.

Van der Does äußerte sich skeptisch dazu, dass Echtzeitzahlungen rasch zum Standard werden. „Die Zahlungsgewohnheiten von Verbrauchern zu ändern ist sehr schwierig“, sagte er. Das werde kurzfristig nicht passieren. Echtzeitzahlungen sind in Europa seit Ende 2017 möglich, werden aber bisher kaum genutzt.

Mehr: Die Handelsblatt-Redakteure Christian Schnell und Elisabeth Atzler stellen die wichtigsten Konkurrenten von Wirecard vor.

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