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Zahlungsverkehr Mastercard investiert drei Milliarden Euro in den Zahlungsanbieter Nets

Die Übernahmeserie in der Branche der Zahlungsdienstleister geht ungebremst weiter. Mastercard kauft Teile des dänischen Unternehmens Nets.
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Auch wenn mobiles Bezahlen in Deutschland nur schleppend vorankommt – global betrachtet befindet sich die Branche im Boom. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
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Auch wenn mobiles Bezahlen in Deutschland nur schleppend vorankommt – global betrachtet befindet sich die Branche im Boom.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Frankfurt Die Branche der Zahlungsdienstleister ist weiter stark in Bewegung: Wie der Kreditkartenanbieter Mastercard am Dienstag mitteilte, erwirbt der US-amerikanische Konzern einen Teil des dänischen Unternehmens Nets für fast drei Milliarden Euro.

Bei der Übernahme geht es um die Mehrheit an Nets‘ Geschäft mit Firmenkunden, darunter Zahlungsabwicklung und Dienstleistungen für Echtzeitzahlungen. Mastercard will durch den Deal verstärkt Services für Echtzeitzahlungen anbieten.

Nets ist einer der größten europäischen Zahlungsdienstleister und hat rund 3500 Mitarbeiter. Die Firma ist vor allem in Skandinavien aktiv, seit der Fusion mit Concardis vor einem Jahr aber vermehrt auch in Deutschland.

Erst am Wochenende war bekannt geworden, dass der US-Finanzinvestor KKR mit 600 Millionen Euro beim deutschen Zahlungsdienstleister Heidelpay einsteigt. In den Vereinigten Staaten hat es in diesem Jahr bereits mehrere Großfusionen in der Branche gegeben, insgesamt summierten sich die Deals auf umgerechnet mehr als 72 Milliarden Euro.

Zahlungsdienstleister sind derzeit sehr begehrt. Ihr Geschäft boomt, weil Verbraucher weltweit immer weniger mit Bargeld bezahlen, wodurch die Volumina von Karten- und Onlinezahlungen rasant steigen. Zugleich ist der Wettbewerb enorm. Die Firmen erhalten nur einen kleinen Anteil der über sie abgewickelten Umsätze, müssen aber in immer neue Technologien investieren.

Nets wie auch Heidelpay, der Dax-Konzern Wirecard sowie beispielsweise der Börsenstar Adyen aus den Niederlanden und Equeens Wordline wickeln für Händler Zahlungen in Onlineshops und an der Ladenkasse ab. Nets will seine Position nun ausbauen – und könnte bald seinerseits Zukäufe stemmen: Die Transaktion erhöhe die Flexibilität, „eine aktive Rolle in der Konsolidierung der Branche zu spielen“, sagte Unternehmenschef Bo Nilsson.

Die deutsche Nets-Einheit Concardis bleibt Teil der Gruppe. Nets, das dem Finanzinvestor Hellman & Friedman gehört, hatte im Mai 2018 Concardis übernommen. Concardis war einst der gemeinsame Zahlungsdienstleister der deutschen Banken, sie verkauften das Unternehmen im Jahr 2017 an die Finanzinvestoren Bain und Advent.

Mehr: Lesen Sie hier, warum Zahlungsdienstleister aktuell so gefragt sind.

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