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Zahlungsverkehr Wirecard-Konkurrent Heidelpay sucht Käufer – oder Investor

Die Zahlungsdienstleister liefern sich einen erbitterten Wettbewerb. Um zu überleben, will das Unternehmen Heidelpay wachsen – und braucht nun Geld für Zukäufe.
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Das Geschäft boomt, weil Verbraucher immer mehr online einkaufen und mit Bank- oder Kreditkarte zahlen. Doch die Margen, die Zahlungsabwickler erzielen, sind niedrig. Quelle: Reuters
Kontaktloses Zahlen mit Payment-App Boon von Wirecard

Das Geschäft boomt, weil Verbraucher immer mehr online einkaufen und mit Bank- oder Kreditkarte zahlen. Doch die Margen, die Zahlungsabwickler erzielen, sind niedrig.

(Foto: Reuters)

FrankfurtAuf dem Markt der europäischen Zahlungsdienstleister herrscht ein erbitterter Wettbewerb. Für kleinere Unternehmen wird es immer schwieriger, aus eigener Kraft mitzuhalten. Das spürt auch Heidelpay. Der Heidelberger Zahlungsabwickler sucht deshalb nach einem neuen Investor oder Käufer und sondiert derzeit den Markt, wie Firmenchef Mirko Hüllemann dem Handelsblatt sagte. „Um größere Zukäufe als bisher zu stemmen, brauchen wir auch größere oder weitere Investoren. Das ist unser Ziel.“

Heidelpay wolle weiterwachsen, „und das geht in einem Markt, der sich gerade konsolidiert, nur mithilfe von Zukäufen“, so Hüllemann, der das Unternehmen 2003 gegründet hat und zuvor bei einem Vorläufer des großen Konkurrenten Wirecard arbeitete, der mittlerweile in den Dax aufgestiegen ist. Damit bestätigt er offiziell, dass Heidelpay auf Investoren- oder Käufersuche ist. Zuvor hatten darüber die Finanzportale „Mergermarket“ und „Finanz-Szene“ berichtet.

Der britische Finanzinvestor Anacap ist seit 2017 mit 60 Prozent an Heidelpay beteiligt. Der Rest gehört im Wesentlichen Hüllemann. Mit Anacap im Rücken hat Heidelpay bereits mehrere Firmen übernommen und zählt inzwischen mehr als 400 Mitarbeiter. Zu den Kunden gehören Unternehmen wie der Elektronikhändler Alternate, das Dating‧portal Elite-Partner und Immobilien‧scout24.

Doch das alles reicht womöglich nicht, um sich auf Dauer gegen größere Wettbewerber wie den Börsenstar Adyen aus den Niederlanden, Ingencio, Nets, Equeens Wordline oder eben Wirecard durchzusetzen. Sie alle wickeln Zahlungen in Onlineshops sowie an der Ladenkasse ab.

Das Geschäft boomt zwar, weil Verbraucher immer mehr online einkaufen und mit Bank- oder Kreditkarte zahlen. Dennoch ist der Markt hart umkämpft. Denn die Margen, die Zahlungsabwickler erzielen, sind niedrig. Um Gewinne zu machen und genügend Mittel zu erwirtschaften, um in immer neue Technologien und Services für Händler zu investieren, ist ein großer Marktanteil wichtiger denn je.

Andere Zahlungsdienstleister mit Schwerpunkt auf Deutschland sind nicht mehr eigenständig: So hat Nets aus Dänemark vor einem Jahr Concardis übernommen. Concardis wiederum gehörte bis Anfang 2017 den deutschen Sparkassen sowie privaten und genossenschaftlichen Banken. Die Sparkassen haben ihren Zahlungsdienstleister BS Payone in Deutschland mit Ingencio aus Frankreich zusammengelegt. Trotz etlicher Fusionen ist der europäische Markt der Zahlungsdienstleister noch immer zersplittert.

Auch Heidelpay könnte von einem Rivalen geschluckt werden. „Das Management hat ganz klar gesagt, dass wir mit Heidelpay weitermachen wollen. Aber natürlich kommt auch infrage, dass ein größeres Unternehmen als strategischer Investor Heidelpay übernimmt“, sagte Hüllemann.

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