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Zehntausende Jobs vor Abbau Sanierungsplan der Deutschen Bank treibt Aktie über Marke von sieben Euro

Die Deutsche Bank will bis zu 20.000 Stellen streichen. An der Börse kommt der Sanierungsplan gut an, Analysten stellen sich dennoch eine Frage.
Update: 01.07.2019 - 16:24 Uhr Kommentieren
Sanierungsplan der Deutschen Bank: Aktie über sieben Euro wert Quelle: dpa
Deutsche Bank

Vor gut vier Wochen war die Aktie noch auf ein Rekordtief von 5,801 Euro gefallen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Pläne für einen massiven Stellenabbau hieven die Aktie der Deutschen Bank erstmals seit Anfang Mai wieder über die Marke von sieben Euro. Sie gewannen bis zu 3,5 Prozent auf 7,02 Euro. Bis zum Nachmittag gab die Aktie aber einen Großteil ihrer Gewinne wieder ab und notierte zuletzt 0,6 Prozent im Plus bei 6,82 Euro.

Damit setzt der Titel von Deutschlands größtem Geldhaus den Aufwärtstrend der vergangenen Tage fort: Bereits in der vergangenen Woche hatte die Aktie 6,6 Prozent zugelegt. Vor gut vier Wochen war sie noch auf ein Rekordtief von 5,801 Euro gefallen.

Vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2007 hatte die Aktie allerdings noch bei über 90 Euro notiert. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat der Titel drei Viertel seines Wertes verloren. Gegenüber den europäischen und US-amerikanischen Rivalen hat die Bank beim Börsenwert deutlich an Boden verloren.

Im Dax ist selbst der Zahlungsabwickler Wirecard mit gut 18 Milliarden Euro rund 4 Milliarden mehr wert als die größte deutsche Bank.

Auslöser für die Kursgewinne vom Montag ist ein Handelsblatt-Bericht über einen massiven Stellenabbau bei der Deutschen Bank. Insidern zufolge wird die Sanierung des Geldhauses zwischen 15.000 und 20.000 Stellen kosten – ein Fünftel der Belegschaft von zuletzt rund 91.500 Mitarbeitern.

Kernpunkt des Projekts vom Vorstandschef Christian Sewing ist die Umstrukturierung der Investmentbank und der dahinterstehenden Infrastrukturbereiche. Der Aufsichtsrat solle am Sonntag darüber entscheiden.

Die Fixkosten seien stets die Achilles-Ferse der Bank gewesen, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Die große Frage sei aber, ob dieser Einschnitt nicht zu spät komme. Konkurrenten wie Royal Bank of Scotland (RBS), UBS und Credit Suisse seien zudem mit ihrer Restrukturierung viel weiter.

Mehr: Die Deutsche Bank will bis zu 20.000 Stellen streichen. In der Branche kein Einzelfall. Lesen Sie hier, was die Bafin zu den Sparmaßnahmen sagt.

Finance Briefing
  • HB
  • dpa
  • rtr
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