Zeitungsbericht Credit Suisse könnte 5000 Stellen absägen

Die Schuldenkrise hat der Credit Suisse schwer zugesetzt. Daraufhin wird die Schweizer Bank nun möglicherweise noch mehr Arbeitsplätze streichen als bisher geplant. Betroffen ist die Investmentbanking-Abteilung.
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Die Schweizer Flagge vor dem Logo der Credit Suisse. Quelle: Reuters

Die Schweizer Flagge vor dem Logo der Credit Suisse.

(Foto: Reuters)

Zürich/FrankfurtDie zweitgrößte Schweizer Bank Credit Suisse könnte einem Zeitungsbericht zufolge weit mehr Stellen abbauen als bisher bekannt. Das Institut könnte bei Veröffentlichung seiner Quartalszahlen am 25. April den Abbau von 5000 Arbeitsplätzen im krisengeschüttelten Investmentbanking ankündigen, berichtete die Zeitung „Sonntag“ unter Berufung auf die Schätzung eines hochrangigen CS-Managers. Die Investmentbank sei „schlicht völlig überdimensioniert“. Eine Sprecherin der Bank wollte sich am Sonntag nicht zu dem Bericht äußern.

Die Euro-Schuldenkrise hatte der Credit Suisse im vergangenen Jahr hart zugesetzt. Bei der Bekanntgabe der Zahlen Anfang Februar hatte es allerdings geheißen, ein weiterer Personalabbau - über die bisher geplante Streichung von 3500 der rund 50.000 Stellen hinaus - sei nicht geplant. Im vierten Quartal ging der Personalbestand um 1000 Stellen zurück. Im Investmentbanking beschäftigte der Konzern zum Jahreswechsel knapp 21.000 Mitarbeiter. Vor wenigen Wochen hatte Credit Suisse angekündigt, die Führung der Sparte umzukrempeln.

Umsatzeinbrüche im Handel mit Aktien und Anleihen und Verluste beim Verkauf von Risiko-Wertpapieren bescherten der Nummer zwei nach der UBS im vierten Quartal einen Verlust von 637 Millionen Franken. Allein im Investmentbanking waren es 1,3 Milliarden Franken vor Steuern. Der Jahresgewinn des Konzerns ging um mehr als 60 Prozent auf 1,95 Milliarden Franken (1,6 Milliarden Euro) zurück.

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4 Kommentare zu "Zeitungsbericht: Credit Suisse könnte 5000 Stellen absägen"

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  • Ich muss euch nur zustimmen, nach dem ich vor 6 Jahre ein Praktikum bei der CS machte. Nur Blenders aus überteuerten, privaten Unis (EBS, WHU, ESCP…), die nichts können und idR sehr gut aussehen, teure Klamotten tragen und sich sehr gut verkaufen können. Der beste Blender hat nach dem Praktikum einen Job bekommen und hatte NULL drauf. Ich hatte mich zwar nicht für einen Job interessiert, denn ich musste noch weiter studieren, aber ich war einfach entsetzt, denn ich musste den Typ erzählen wie Excel überhaupt funktioniert... und das bei einem Investment Banking Praktikum. Einfach Kopf. Und das geht leider weiter mit dem Beratungsfirmen wie Mackinsey und so weit.

  • @karstenberwanger
    Da haben Sie Recht.
    Doch leider, ist dies mittlerweile nicht nur in der Schweiz so.
    Blender sind, nach meiner Erfahrung, auf der ganzen Welt im Vormarsch!
    Und der Kunde, fällt auf den "schönen Schein" viel zu oft rein!

  • Da muss ich Ihnen wiedersprechen. Genau dieses Klientel wird in der Schweiz bei Bewerbungen jeglicher art bevorzugt und über alles geliebt. Die Schweiz ist voll mit Leuten die einem auf dem Papier fast schon unglaubliches bieten, im Anzug, fein, von oben bis unten gedresst ankommen...ein perfektes Bild stellen ABER absolut nichts drauf haben. Die Betriebe, Banken und und und in der Schweiz, sind voll davon. Solche Leute werden eher angestellt als jemand der nicht glänzt aber richtig was drauf hat!

  • Klare Sache Stellenabbau in der Schweiz. Die Zukunft kann problematischer werden, als die Schweizer kalkuliert haben. Eine Nebensache allerdings tut wohl. Jahrzentelang kamen Schlaufüchse frisch von der Uni. Topausbildung in Theorie, frisch geleastes Auto ( schwarz Leder Creme, oft 3er BMW). Lebten sich aus im Investmentbanking und haben in ihrer Hypertrophie so manchen Investor ruiniert. Well dressed wird man nun entlassen und wird kaum einen Job finden, mangels Können. Zugegeben, dieses Bild ist stark überzeichnet und wird dem Einzelnen nicht gerecht. Aber endlich sind auch einmal die Verursacher diejenigen, die ihr aufgeblasenes stümpferhaftes "Banking" am eigene Leibe erfahren dürfen.

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