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Zentralbank EZB-Webseite für Banken gehackt: Diebe erbeuten Nutzerdaten

Eine Informationsseite der EZB für Banken ist gehackt worden. Dabei sollen E-Mail-Adressen mit den Namen und Positionen der Nutzer zugänglich gewesen sein.
Update: 15.08.2019 - 18:32 Uhr Kommentieren
Der unautorisierte Zugriff auf die Website wurde während Wartungsarbeiten entdeckt. Quelle: dpa
EZB

Der unautorisierte Zugriff auf die Website wurde während Wartungsarbeiten entdeckt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Hacker haben eine von einem externen Dienstleister geführte Webseite der Europäische Zentralbank (EZB) angegriffen. Diese hätten sich Zugang zu einer Informationsseite für Banken - dem Banks‘ Integrated Reporting Dictionary (BIRD) - verschafft, teilte die EZB mit. Dabei sollen die Namen, Adressen und Positionen von 481 Abonnenten eines Newsletters zugänglich gewesen sein.

Auf der BIRD-Seite können sich Banken und ihre Mitarbeiter darüber informieren, wie sie bestimmte Statistik- und Aufsichtsberichte anlegen. Die BIRD-Webseite wird von einem externen Anbieter gehostet. Sie sei bis auf Weiteres geschlossen worden. Die Hacker hätten aber keinen Zugang zu Daten von Banken gehabt.

„Weder interne Systeme der EZB noch marktsensible Daten waren betroffen“, erklärte die Notenbank. Der Verstoß sei bei Wartungsarbeiten festgestellt worden. Bei dem Hackerangriff soll der externe Server mit Schadsoftware infiziert worden sein. Die Notenbank teilte zudem mit, sie kontaktiere Personen, deren Daten betroffen sein könnten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass ein Hackerangriff im Umfeld der EZB für Gesprächsstoff sorgt. Bereits 2014 hatten Kriminelle die E-Mail-Adressen und andere Kontaktdaten von 20.000 Personen gestohlen, die sich auf der Internetseite der EZB für deren Veranstaltungen registriert hatten.

Auch damals handelte es sich um E-Mail-Adressen, Anschriften und Telefonnummern. Anfang 2017 war bekannt geworden, dass E-Mailkonten von EZB-Präsident Mario Draghi gehackt worden sein sollen. Bei dem früheren Vorfall soll es sich aber um sein E-Mailkonto bei der italienischen Notenbank gehandelt haben, die Draghi vor seinem Wechsel zur EZB leitete. Die Mailadresse bei der EZB war nicht betroffen.

Mehr: Die EZB warnt: Hacker-Angriffe könnten die nächste Finanzkrise auslösen.

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