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Zentrale Vermögensverwaltung der Sparkassen-Finanzgruppe Dekabank prüft Kombination mit WestLB

Die Dekabank, der zentrale Vermögensverwalter der Sparkassen-Finanzgruppe, soll bei der Lösung der Probleme der Düsseldorfer WestLB eine zentrale Rolle spielen. Der Verwaltungsrat der Dekabank beauftragte den Vorstand jetzt damit, eine Verbindung zur Düsseldorfer Landesbank zu prüfen, sagte ein Sprecher der Dekabank.
  • Frank M. Drost und Heinz-Peter Kreuzer

FRANKFURT. Schon seit Wochen wird inoffiziell überlegt, bestimmte Funktionen, etwa das handelsnahe Geschäft, bei der Dekabank zu bündeln. Zu Spekulationen, auch die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) wolle Teile der WestLB übernehmen, war keine Stellungnahme der betroffenen Landesbanken zu erhalten.

WestLB-Chef Heinz Hilgert sprach sich am Donnerstag auf der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“ dafür aus, im Lager der Landesbanken die „Kernkompetenzen“ der Institute zu bündeln. Ein bloßes Zusammenschieben von Landesbanken sei dagegen problematisch, weil die Refinanzierung durch die Größe der Bilanzsumme dann merklich erschwert werde. Die Bündelung bedeute aber keine Zerschlagung der WestLB, sagte ein Sprecher.

In ihrem Streit mit EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroeshat die WestLB Rückendeckung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) bekommen. Er könne es gut verstehen, wenn sich die WestLB Gedanken darüber machen würde, ob die Kommission ein geschäftsschädigendes Verhalten an den Tag gelegt habe.

Kroes hatte gegenüber dem Handelsblatt den vorgelegten Restrukturierungsplan der WestLB als „nicht tragfähig“ zurückgewiesen, obwohl die Beihilfeprüfung noch nicht abgeschlossen ist. Steinbrück bezeichnete die Einlassungen angesichts der labilen Finanzmärkte als „gefährlich“. Nach Auffassung Steinbrücks könne die Kommission der WestLB nicht abverlangen, eine Kürzung der Bilanzsumme in beträchtlichem Umfang vorzunehmen, also Vermögensgegenstände zu verkaufen - und gleichzeitig fordern, man möge sich um neue Eigentümer kümmern. „Welchen kommerziellen Interessenten soll so eine Bank denn finden, wenn sie die besten Eier im Korb wegschmeißen muss“, fragte Steinbrück rhetorisch. Die Bundesregierung unterstütze die Bank dabei, zu einer tragfähigen Lösung zu kommen. Die WestLB habe eine bemerkenswerte Vorlage an die Kommission gesandt.

Die WestLB war durch die Finanzkrise und Fehlspekulationen im Eigenhandel in Not geraten und musste durch eine Risikoabschirmung der Eigentümer in Höhe von fünf Mrd. Euro gerettet werden. Bisher seien aber nur tatsächliche Ausfälle bei den betroffenen Wertpapieren von 60 Mill. Euro eingetreten, erklärte Hilgert.

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