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Zu wenig Kapital Österreichs Banken sollen Strategie vorlegen

Österreichs Banken sollen eine Strategie für ihre Kapitalisierung vorlegen, so die OECD. Denn die Organisation befürchtet, dass es für die Institute schwierig werden könnte, sich neues Geld zu beschaffen.
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Die Hypo Group Alpe Adria (HGAA) wurde im Zuge der Wirtschaftskrise verstaatlicht. Quelle: ap

Die Hypo Group Alpe Adria (HGAA) wurde im Zuge der Wirtschaftskrise verstaatlicht.

(Foto: ap)

Wien Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dringt auf einen klaren Zeitplan zur Kapitalisierung von Österreichs Banken. „Es wäre ratsam, von allen größeren Bankengruppen eine klare Mittelfrist-Strategie zur Stärkung der Kapitalbasis zu verlangen“, erklärte die OECD am Montag. Zwar würden die Gewinne von Österreichs Geldhäusern nach der Krise wieder steigen. Dies sei jedoch vor allem auf die Erholung der Wirtschaft in Zentral- und Osteuropa zurückzuführen, erklärte die Organisation in einem Bericht über die Wirtschaftslage in Österreich.

Die Banken der Alpenrepublik sind seit dem Fall des Eisernen Vorhangs stark in Zentral- und Osteuropa vertreten. Noch sei die Wirtschaftskrise, die die Region besonders gebeutelt hatte, nicht vollständig überwunden. Die Rückstellungen für faule Kredite dürften weiter steigen, warnte die OECD. Daher empfiehlt die Organisation einen Notfallplan, der die Stabilität der Institute sicherstellen soll, sollte sich die Situation in einem oder mehreren Ländern Zentral- und Osteuropas deutlich verschlechtern.

Um Krisen künftig besser zu überstehen, müssen die Banken nach den neuen Eigenkapitalvorschriften (Basel III) künftig mehr Eigenkapital ausweisen. Laut OECD würden Österreichs Institute hier zwar besser abschneiden als noch vor der Krise. Dennoch seien die Häuser unterdurchschnittlich mit Kapital eingedeckt und müssten daher für der Erfüllung der Basel-III-Vorschriften und die Rückzahlung von Staatshilfen bis 2020 zwischen 15 und 18 Milliarden Euro zusätzliches Kapital aufbringen.

Nach Einschätzung der Organisation dürfte es für die Institute schwierig werden, neues Geld zu beschaffen. Der Aktienmarkt in Wien - an dem einige der großen Bankhäuser gelistet sind - entwickle sich derzeit schwach. Grund dafür sei die wachsende Risikoscheu internationaler Investoren, die Einführung der Bankensteuer und die starke Konkurrenz mit anderen europäischen Institute um das Geld der Anleger.

Im Zuge der Wirtschaftskrise hatte Österreich zwei Banken verstaatlichen müssen - die Hypo Group Alpe Adria (HGAA) und die Kommunalkredit. Weitere Institute erhielten teils milliardenschwere Hilfen.

 

  • rtr
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