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Zukauf Münchener Rück könnte von Swiss-Re-Zukauf profitieren

Swiss Re hat das Rückversicherungsgeschäft des US-Mischkonzerns General Electric übernommen und ist damit zur Nummer eins der Branche aufgestiegen. Der bisherige Titelträger, die Münchener Rück, gibt sich betont gelassen. Bei der Nummer vier im Markt, der Hannover Rück, dürfen jedoch die Alarmglocken schrillen.

HB ZÜRICH/LONDON. Die Übernahme gaben die beiden Unternehmen am Freitag bekannt. Der Preis betrage 6,8 Mrd. Dollar (5,8 Mrd. Euro). Swiss Re werde zudem noch Schulden von 1,7 Mrd. Dollar übernehmen, berichtete General Electric. Insgesamt habe die Transaktion damit einen Wert von 8,5 Mrd. Dollar. Im Gegenzug beteiligt sich der US-Konzern mit 10 bis 13 Prozent an den Eidgenossen.

Swiss Re ist bislang der zweitgrößte Rückversicherer der Welt, GE Insurance Solutions nach eigenen Angaben die Nummer fünf. Nach Abschluss der Transaktion werde Swiss Re basierend auf den Zahlen aus dem Jahr 2004 über Einnahmen von 46 Mrd. Franken (rund 30 Mrd. Euro) und ein Anlagevermögen von 265 Mrd. Franken verfügen. Damit übertrumpfen die Schweizer die bisherige Nummer eins der Branche, die Münchener Rück. Diese hatte im Jahr 2004 im reinen Rückversicherungsgeschäft Bruttobeiträge von 22,4 Mrd. Euro eingenommen.

„Das beeindruckt uns nicht, weil wir unser Geschäft nicht nach Volumen steuern, sondern nach Profitabilität“, sagte ein Sprecher der Münchener Rück am Freitag zum Verlust der Vormachtstellung. Die Münchener Rück sieht sich nach dem milliardenschweren Zukauf auch nicht unter Zugzwang zu einem ähnlichen Schritt. „Große Zukäufe können wir uns nicht vorstellen für uns.“ Allenfalls seien kleinere Übernahmen in Produktnischen oder bestimmten Regionen denkbar. Dem gesamten Münchener Konzern - vor allem inklusive der Erstversicherungstochter Ergo - sind die Schweizer ohnehin weiter unterlegen. Hier haben die Deutschen Einnahmen von 38,1 Mrd. Euro verbucht.

Belastungen durch die Übernahme der Swiss Re erwartet die Münchener Rück nicht. Der Sprecher sagte, es sei vorstellbar, dass der Konzern sogar davon profitiere, da unter Umständen einige Kunden von der Swiss Re oder dem übernommenen Unternehmen abwanderten oder weniger Prämienvolumen zeichneten. Hintergrund ist, dass Erstversicherer meist Kunden bei zahlreichen Rückversicherern sind. Im Fall einer Übernahme haben sie unter Umständen dann ein zu großes Risikovolumen bei nur einer Rückversicherungsgruppe platziert.

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