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Zukunftspläne Führungswechsel bei der Privatbank Berenberg

Im kommenden Jahr muss die Führung der Hamburger Privatbank Berenberg neu geordnet werden. Die Grundlinien zeichnen sich bereits ab.
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Der Chef der Privatbank Berenberg könnte in der neuen Gesellschaftsform in den Aufsichtsrat wechseln. Quelle: dpa
Hans-Walter Peters

Der Chef der Privatbank Berenberg könnte in der neuen Gesellschaftsform in den Aufsichtsrat wechseln.

(Foto: dpa)

Frankfurt2020 dürfte für Hans-Walter Peters ein ganz besonderes Jahr werden. Dann endet für den persönlich haftenden Gesellschafter des Bankhauses Berenberg nicht nur seine Amtszeit als ehrenamtlicher Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Peters feiert auch seinen 65. Geburtstag.

Bislang schieden bei Berenberg alle persönlichen Gesellschafter mit Erreichen dieser Altersgrenze aus. Peters könnte der Bank allerdings erhalten bleiben, wenn auch in anderer Funktion.

Auf jeden Fall plant Berenberg eine Änderung der Gesellschaftsform. „Wir planen, unsere Rechtsform von einer Kommanditgesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umzuwandeln. Die Umwandlung ist erforderlich aufgrund von Regulierungsfragen“, bestätigte ein Sprecher einen entsprechenden „Bericht des Manager Magazins“.

Diese Reform hätte auch noch einen anderen Effekt: Peters könnte in der neuen Gesellschaftsform von der Position des Gesellschafters in die des Aufsichtsratschef wechseln. Ein Rollentausch, den auch der zweite persönlich haftende Gesellschafter von Berenberg Hendrik Riehmer begrüßen würde, heißt es in Finanzkreisen.

Den Führungswechsel will Berenberg auch zu einer Erweiterung des Top-Managements nutzen. „David Morlock und Christian Kühn sollen Geschäftsleiter werden“, bestätigte der Sprecher.

Finanzkreisen zufolge haben beide Aussichten in Zukunft zu persönlich haftenden Gesellschaftern befördert zu werden. Kühn ist bei Berenberg Chef aller internen Abläufe, der Brite Mortlock leitet neben Riehmer die Investmentbank. Damit würde die Bank Bedenken der deutschen Finanzaufsicht Bafin aus dem Weg räumen, die moniert hatte, dass das Geldhaus nur von zwei persönlich haftenden Gesellschaftern kontrolliert wird.

Peters und Riehmers hatten das Institut, dessen Wurzeln bis 1590 zurück reichen, konsequent in eine internationale Investmentbank umgebaut. Damit konnten sie in den vergangenen Jahren eine der wenigen Erfolgsgeschichten in der deutschen Bankenszene schreiben.

Im vergangenen Jahr bekam diese Geschichte allerdings einen deutlichen Dämpfer. 2018 brach der Gewinn auf 23 Millionen Euro ein. Im Vorjahr waren es noch 90 Millionen, was damals einer Eigenkapitalrendite von stolzen 43 Prozent entsprach.

Für den Rückgang macht Peters zum einen die Turbulenzen an den Märkten Ende 2018 verantwortlich, zum anderen belastet der Aufwand für die neue unter dem Stichwort Mifid II bekannte EU-Regulierung die Bank. Dazu kamen Kosten für Abfindungen, die durch Stellenstreichungen notwendig wurden. Zum ersten Mal seit vielen Jahren musste die Bank im vergangenen Jahr Stellen abbauen und sich von etwa 150 Mitarbeitern vor allem im Investmentbanking und in der IT trennen.

Mehr: Aus Sicht von Hans-Walter Peters führt kein Weg an grenzüberschreitenden Bankenfusionen vorbei. Im Interview spricht der BdB-Präsident über Zusammenschlüsse und den Brexit.

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