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Zusammenarbeit Genossen kooperieren statt zu fusionieren

Die fusionsuntüchtigen Zentralinstitute DZ Bank und WGZ Bank haben es vorgemacht. Sie kooperieren im Private Banking, in der Fusionsberatung und in der IT. Nun ziehen auch die regionalen Genossenschaftsverbände nach: Die Verbände von Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland und Westfalen sowie Weser-Ems haben nun eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
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DIe DZ Bank hat es vorgemacht: Kooperation unter Genossen sind im Trend. Quelle: Reuters

DIe DZ Bank hat es vorgemacht: Kooperation unter Genossen sind im Trend.

(Foto: Reuters)

FRANKFURT. Über Fusionen redet keiner gerne im genossenschaftlichen Finanzverbund, machen tut sie erst recht niemand freiwillig. Zu sehr klingt das böse F-Wort nach Zentralisierung, weniger Eigenständigkeit, Abgehobenheit. Weil es für die genossenschaftliche Organisation aber trotzdem zu teuer ist, die gleiche Arbeit an vielen Stellen gleichzeitig zu erledigen, rücken sie mittlerweile doch immer mehr zusammen. Das wird dann Kooperation genannt. "Die Regionalität bewahren, die Schlagkraft erhöhen", nennt das ein Verbandsvertreter.

Die fusionsuntüchtigen Zentralinstitute DZ Bank und WGZ Bank überbieten sich mittlerweile in Kooperationen - im Private Banking, in der Fusionsberatung, in der IT. Nun ziehen auch die regionalen Genossenschaftsverbände nach: Die Verbände von Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland und Westfalen sowie Weser-Ems haben nun eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Das Ziel dieser Kooperation: "die Handlungsfähigkeit der genossenschaftlichen Regionalverbände langfristig zu sichern".

In der Praxis bedeutet dies vor allem mehr Kooperation in den Kerndienstleistungen der Verbände: Steuern, Recht und Wirtschaftsprüfung. Die Verbände sind meist die Wirtschaftsprüfer ihrer Banken vor Ort und beraten sie auch im Steuerrecht. Wenn sich etwas in der Regulierung oder den gesetzlichen Vorgaben ändert, was die Verbände umsetzen müssen, dann kann sich darum künftig einer der vier Kooperanten federführend kümmern. Oder zur Not auch eine Arbeitsgruppe. Das spart auch schon Geld.

Von Fusion kein Wort, aber eine Begründung, weshalb diese total fern liegend ist: "Nur durch regionale Verbände ist es möglich, für einen hohen Grad an Mitgliederidentifikation zu sorgen". Um dies zu unterstützen, haben alle vier Verbände zwar eine gemeinsame Pressemitteilung verfasst, diese aber jeweils selbst und eigenständig verschickt.

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