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Zusammenführung Deutsche Bank fusioniert ihre zwei Bausparkassen – und baut wohl auch Stellen ab

Die Deutsche Bank fusioniert ihre Bausparkassen: Unter der Marke BHW soll ein großes Institut entstehen. Im Zuge der Fusion werden Arbeitsplätze wegfallen.
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Mit der Bündelung des Bauspargeschäfts ist ein weiterer Schritt für die Zusammenführung von Deutscher Bank und Postbank getan. Quelle: Imago
Bausparkasse BHW

Mit der Bündelung des Bauspargeschäfts ist ein weiterer Schritt für die Zusammenführung von Deutscher Bank und Postbank getan.

(Foto: Imago)

Frankfurt Die Deutsche Bank kommt mit der Eingliederung der Postbank voran: Die Postbank-Tochter BHW und die wesentlich kleinere Bausparkasse der Deutschen Bank werden zusammengelegt. Unter der Marke BHW entstehe somit Deutschlands zweitgrößte private Bausparkasse nach Marktführer Schwäbisch Hall, teilte die Deutsche Bank am Dienstag in Frankfurt mit. Rechtlich vollzogen werden soll der Zusammenschluss an diesem Freitag (17.5.).

Von den zusammen 620 Stellen fallen brutto rund 120 weg. Etwa 70 davon betroffene Mitarbeiter sollen aber in der IT-Sparte der Bank unterkommen; sie können damit in Hameln bleiben. Die Deutsche Bank erwartet daraus von 2022 an Einsparungen von 25 Millionen Euro pro Jahr.

„Wir haben im Oktober 2017 versprochen, eine Bank mit zwei Marken zu bauen. Die Zusammenführung des Bauspargeschäfts ist dabei ein ganz wesentlicher Schritt“, sagte Deutsche-Bank-Privatkundenvorstand Frank Strauß.

Verhandelt wird mit den Betriebsräten nun noch die Neuaufstellung der Zentralen der DB Privat- und Firmenkundenbank. Möglicherweise stehen dort 1.000 von 4.000 Stellen auf der Kippe. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zu diesem Sommer eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern erzielt haben werden für die strukturellen Themen, die wir für dieses Jahr geplant hatten“, sagte Strauß.

„Natürlich sind auch Personaleinsparungen ein Thema, aber das ist nicht der größte Hebel“, sagte Strauß. Ein Interessenausgleich sei bereits abgeschlossen.

Nach einigem Hin und Her hatte die Deutsche Bank sich im Frühjahr 2017 entschieden, die Bonner Tochter Postbank doch nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern. Im Mai 2018 wurde die DB Privat- und Firmenkundenbank AG mit aktuell 28.000 Vollzeitkräften im Handelsregister eingetragen.

Die Eingliederung der Postbank ist ein wichtiger Baustein eines größeren Umbaus des Deutsche-Bank-Konzerns. Das Geldhaus will wieder zur internationalen Konkurrenz aufschließen. Gemeinsame Verwaltung und IT sollen Kosten senken und die Schlagkraft erhöhen. Ab 2022 soll die Postbank-Integration 900 Millionen Euro Synergien jährlich bringen. Umbau und IT-Investitionen kosten 1,9 Milliarden Euro. „2019 wird das erste Jahr sein, in dem wir einen relevanten dreistelligen Millionenbetrag an Synergien sehen werden“, sagte Strauß.

Der Versuch, aus Deutscher Bank und Commerzbank ein noch größeres gemeinsames Institut zu schmieden, scheiterte nach Vorgesprächen Ende April. „Für uns waren die Gespräche mit der Commerzbank eine strategische Chance“, sagte Strauß. „Wir sind aber zu der Schlussfolgerung gekommen, dass die Umsetzungsrisiken und die Kosten die Chancen einer Fusion übersteigen würden.“

Nun gelte es, die Baustellen im eigenen Konzern abzuarbeiten. „Es ist wichtig, dass wir bei der Postbank-Integration nicht an Geschwindigkeit verlieren. Mit der Fusion der Bausparkassen zeigen wir, dass wir eher vor unserem Zeitplan liegen als hinter unserem Zeitplan“, sagte Strauß.

Finance Briefing
  • dpa
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