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Zusammenschluss mit Deutscher Bank Commerzbank-Betriebsrat fordert Abbruch von Fusionsgesprächen

Der Gesamtbetriebsrat der Commerzbank verlangt das Ende der Sondierungsgespräche mit der Deutschen Bank. Es gebe bereits jetzt negative Auswirkungen.
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Commerzbank-Betriebsrat fordert Abbruch von Fusionsgesprächen Quelle: Reuters
Deutsche Bank und Commerzbank

Der Gesamtbetriebsrat der Commerzbank ist der Ansicht, dass sich der Vorstand ohne erkennbaren Plan „in ein unbeherrschbares Abenteuer“ stürzt.

(Foto: Reuters)

FrankfurtBei den knapp 50.000 Mitarbeitern der Commerzbank ist der Widerstand gegen einen Zusammenschluss mit der Deutschen Bank gewaltig. Der Gesamtbetriebsrat hat den Commerzbank-Vorstand deshalb am Mittwoch in einer Protestnote aufgefordert, die Sondierungsgespräche über eine Fusion abzubrechen.

„Treffen Sie verantwortungsvolle Entscheidungen für die Zukunft unserer Commerzbank und nehmen Sie Abstand von diesem Vorhaben“, heißt es in dem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt.

Der Gesamtbetriebsrat habe mit dem Management 2016 und 2017 über die Strategie „Commerzbank 4.0“ verhandelt und dabei dem Abbau von nahezu 10.000 Arbeitsplätzen zugestimmt, heißt es in dem Brief. Ziel sei es gewesen, die Selbstständigkeit der Commerzbank zu erhalten und das Institut in eine zukunftsfähige Bank zu transformieren. „Dieser Weg trägt nun die ersten Früchte.“

Durch die Aufnahme der Gespräche mit der Deutschen Bank verlasse der Vorstand nun einseitig den gemeinsamen Weg – und dies mit erheblichen Nebenwirkungen. „Schon jetzt ist festzustellen, dass bereits in dieser Phase der Gespräche Kunden besorgt und erbost der Bank den Rücken kehren wollen“, schreibt der Gesamtbetriebsrat.

Weiter heißt es: „Gleichzeitig ist zu beobachten, dass seit Bekanntgabe der Sondierung sich die Refinanzierungskosten für unsere Bank verteuert haben.“ Die Commerzbank wollte sich dazu nicht äußern.

Der Gesamtbetriebsrat fordert das Management zum Umdenken auf. „Es ist an der Zeit den Schaden jetzt zu begrenzen“, heißt es in dem Schreiben. „Ihr Vorhaben hat im Management, bei den Mitarbeitern, in den Gremien, bei den Kunden unserer Bank wie auch in der Gesellschaft keinen Rückhalt.“ Der Vorstand stürze sich ohne erkennbaren Plan „in ein unbeherrschbares Abenteuer“.

Der Gesamtbetriebsrat weist in dem Schreiben auch darauf hin, dass die Arbeitnehmervertreter der Deutschen Bank einen Zusammenschluss ebenfalls ablehnen. Mit dem Slogan „Getrennt in den Farben, gemeinsam in den Zielen" wollen Mitarbeiter beider Institute in den kommenden Wochen deutlich machen, warum eine Fusion aus ihrer Sicht falsch wäre.

Ihrem Unmut wollen die Mitarbeiter ab Donnerstag an jedem Arbeitstag in einer anderen Stadt bei Warnstreiks im Rahmen der Tarifrunde Luft machen. Dabei werden sie nicht nur bessere Arbeitsbedingungen und sechs Prozent mehr Gehalt fordern, sondern sich auch gegen einen Zusammenschluss beider Banken einsetzen.

Einige bei Verdi organisierte Arbeitnehmervertreter beider Banken wollen Insidern zufolge zudem große Kunden, Anteilseigner und Politiker kontaktieren und ihnen darlegen, warum sie eine Fusion ablehnen. Mit einigen großen Kunden und Anteilseignern haben bereits erste Gespräche stattgefunden. Diese sollten nun in den kommenden Wochen intensiviert werden.

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