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+++ Newsblog +++ Christine Lagarde senkt Wachstumsprognose für 2021 auf 3,9 Prozent

Die EZB dämpft die Konjunkturaussichten und beschließt weitere Milliardenhilfen für die Wirtschaft. Die Pressekonferenz mit Christine Lagarde zum Nachlesen.
10.12.2020 Update: 10.12.2020 - 16:15 Uhr Kommentieren
  • Die EZB weitet ihre Anleihekäufe um weitere 500 Milliarden Euro aus. 

  • Außerdem gewährt sie den Banken zusätzliche Hilfen.

  • In der Pressekonferenz erklärt EZB-Chefin Lagarde den Wechselkurs des Euros genau zu beobachten.
Sehen Sie hier noch einmal die Pressekonferenz mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde in voller Länge:
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Jan Mallien
Unter dem Strich ist das heutige Paket weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Die eher negative Reaktion der Märkte dürfte damit zusammenhängen, dass Christine Lagarde im Vorfeld schon sehr deutlich das heutige Paket umrissen hat und dies von ihnen vorweggenommen wurde. Einige Investoren hatten wohl auf zusätzliche Überraschungen gehofft und wurden enttäuscht.   
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Andreas Neuhaus
Damit beendet Lagarde die Pressekonferenz. Die nächste Sitzung des EZB-Rats steht am 21. Januar 2021 an. Wir vom Handelsblatt werden sie bis dahin über alle Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Noch heute Abend erscheint unsere Analyse der heutigen Entscheidungen der EZB.
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Jan Mallien
Zu ihren Meinungsunterschieden mit Bundesbank-Präsident Jens Weidmann über die Rolle der EZB im Kampf gegen den Klimawandel sagt Lagarde:  "„Ich stimme in vielen Punkten mit Jens Weidmann überein“. Er sei ähnlich besorgt über den Klimawandel wie sie. Im Rahmen der Strategiedebatte werde man stärker debattieren, welche Schlussfolgerungen für die EZB zu ziehen sind. 
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Andreas Neuhaus
Lagarde sagt, dass es darum gehe, welche direkten und indirekten Auswirkungen der Klimawandel auf die Euro-Zone und deren Wirtschaft habe und welche Risiken davon ausgingen. „Vertrauen Sie mir, wir werden die Diskussion fortführen.“
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Andreas Neuhaus
Jetzt geht es um die Debatte, welche Rolle Nachhaltigkeit für die EZB spielen soll. Lesen Sie hier mehr zu dem Thema:
handelsblatt_de
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Andreas Neuhaus
Angesprochen auf die niedrige Inflation stellt Lagarde klar: Die Inflation sei derzeit auf einem enttäuschend niedrigen Niveau. Das hänge vor allem mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zusammen. Die EZB hofft, dass die Nachfrage wieder anzieht – und damit auch die Preise. Gleichzeitig stellt Lagarde klar: Die Preisstabilität ist die wichtigste Aufgabe der EZB.
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Jan Mallien
Lagarde wird nochmal zu den Auswirkungen des starken Euro gefragt. Sie bleibt sehr eng an ihrer vorherigen Formulierung: „Wir verfolgen kein Wechselkursziel. Aber die Aufwertung des Euro spielt eine wichtige Rolle und dämpft das Preisniveau. Wir beobachten den Wechselkurs und wir werden ihn weiter sehr genau beobachten.“
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Andreas Neuhaus
Aktuell sieht die EZB eine sehr unterschiedliche Entwicklung bei der Wirtschaft der Euro-Länder. Die Industrie habe sich bereits erholt, der Dienstleistungssektor leide dagegen unter den Auswirkungen der Lockdown-Maßnahmen. Zudem sei der fiskalpolitische Spielraum der Länder unterschiedlich groß, deshalb seien die Corona-Hilfen der EU so wichtig.
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Andreas Neuhaus
Lagarde ruft die EU-Staats- und Regierungschefs dazu auf, ihre geplanten Corona-Wiederaufbauhilfen für stark von der Krise betroffen Länder rasch auf den Weg zu bringen. Es sei wichtig, dass das Programm ohne Verzögerung auf „betriebsbereit“ geschaltet werde.
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Jan Mallien
„Warum wurde das Anleihekaufprogramm um neun Monate verlängert?“, wird Lagarde gefragt. Sie begründet dies vor allem mit den Annahmen zur Corona-Pandemie. Sie geht davon aus, dass bis Ende 2021 eine weitgehende Herdenimmunität gegen das Virus erreicht ist. Danach könne sich vor allem der Dienstleistungssektor wieder normal entwickeln. 
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Andreas Neuhaus
Christine Lagarde stellt jetzt noch einmal klar, dass die vergünstigten Langfristkredite für Banken an klare Bedingungen geknüpft seien, um der Wirtschaft in der Euro-Zone zu helfen. 
Die EZB-Langfristkredite für Banken werden in der Fachwelt „TLTROs“ genannt. Die Institute können hierüber Geld zum Zinssatz von minus ein Prozent leihen, wenn sie bestimmte Bedingungen bei der Kreditvergabe erfüllen. Sie bekommen also letztlich eine finanzielle Prämie.
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Andreas Neuhaus

Die Pandemie stellt weiter gravierende Risiken für die Gesundheit der Allgemeinheit sowie für die Wirtschaft der Euro-Zone und der Weltwirtschaft dar.

Christine Lagarde, EZB-Präsidentin

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Andreas Neuhaus
Trotz der Aussicht auf Corona-Impfstoffe lastet die Coronakrise kurzfristig weiter auf der Wirtschaft der Euro-Zone, sagt Lagarde. Die Nachrichten mit Blick auf Impfkampagnen seien zwar ermutigend, und auch der Aufschwung im dritten Quartal sei stärker als erwartet ausgefallen.
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Andreas Neuhaus
An den Märkten kommen Lagardes Aussichten nicht gut an. Der deutsche Aktienindex Dax hat seit dem Start der Pressekonferenz um rund 70 Punkte nachgegeben und ist ins Minus gerutscht. Auch der Euro-Kurs legt gegenüber dem Dollar zu.
handelsblatt_de

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Andreas Neuhaus
Wir sind mittlerweile im Frageteil angekommen. Hier ist nochmal das Eingangsstatement von Lagarde zum Nachlesen.
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Jan Mallien
Außerdem reduziert die EZB reduziert ihre Wachstumsprognose für 2021 deutlich. Statt 5,0 Prozent erwartet sie im nächsten Jahr lediglich einen Zuwachs von 3,9 Prozent
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Jan Mallien
Im Eingangsstatement äußert sich Lagarde auch zum Euro-Kurs. Laut der EZB-Chefin wird die Notenbank „die  Entwicklung des Wechselkurses im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen  auf die Inflationsaussichten beobachten.“ Übersetzt aus dem Notenbank-Jargon heißt das: Ein zu starker Euro ist nicht in ihrem Sinne
Lesen Sie hier, warum die EZB ein zu starker Euro nicht recht sein kann:
handelsblatt_de
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Andreas Neuhaus
Jetzt äußert sich Lagarde zur Inflationserwartung in der Euro-Zone. Im November lag die Inflationsrate bei minus 0,3 Prozent. Sie rechnet damit, dass die Teuerungsrate bis Anfang 2021 negativ bleibt. Auch ihre neue Inflationsprognose für 2022 ist mit 1,1 Prozent schwächer als die im September vorhergesagten 1,3 Prozent. 
Bis ins Jahr 2023 wird die Inflation demnach bis auf 1,4 Prozent steigen. Das ist immer noch weit von dem Zielwert von nahe aber unter zwei Prozent entfernt.
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Jan Mallien

„Bemerkenswert ist, dass die EZB nicht weitere Maßnahmen ergriffen hat. Sie will offensichtlich abwarten, bis sich die Corona-bedingte Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen und Banken in die eine oder andere Richtung auflöst.“

Jan Krahnen, Direktor des Frankfurter Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung (SAFE)  

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Andreas Neuhaus
Bislang verliest Lagarde die bereits erwähnten Entscheidungen der EZB. Sie hält sich dabei an den Wortlaut der ersten Pressemitteteilung.
The European Central Bank (ECB) is the central bank of the 19 European Union countries which have adopted the euro. Our main task is to maintain price stability in the euro area and so preserve the purchasing power of the single currency.
European Central Bank
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