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+++ Newsblog +++ „Wir wollen agieren und nicht reagieren“ – Draghi erklärt EZB-Maßnahmen

Die EZB hat entschieden: Sämtliche Leitzinsen bleiben unverändert, für Geschäftsbanken gibt es neue Langfristkredite. Die Ergebnisse im Newsblog.
Update: 08.03.2019 - 07:25 Uhr Kommentieren
+++ Die Notenbank behält ihren Zinskurs bei: Der Leitzins bleibt bei null Prozent, der Einlagensatz für Banken bei minus 0,4 Prozent.
+++ Derart gering bleibt das Zinsniveau mindestens bis Ende 2019. Bislang hatte die Notenbank den Sommer 2019 als Zeithorizont genannt.
+++ Außerdem beschloss die EZB neue Langfristkredite für Geschäftsbanken, die ab September 2019 ausgegeben werden.

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Leo Exuzidis
Äußerst interessant scheint die Entwicklung auf dem Börsenparkett. In den ersten Minuten nach der Bekanntgabe des Zinsentscheids stieg der Dax über die Marke von 11.600 Punkte. Dann folgte ein deutlicher Kursrutsch unter die Marke von 11.500. Die Worte Draghis haben Anleger scheinbar noch stärker verunsichert.

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Leo Exuzidis
Wichtige Details zur Ausgestaltung der Langfristkredite, etwa die Konditionen, werden zeitnah veröffentlicht. Klar ist: Die Kredite werden ab September vierteljährlich mit einer Laufzeit von zwei Jahren ausgegeben.
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Leo Exuzidis
Die Notenbank hat mit ihren angepassten Prognosen, der verschobenen Zinswende sowie den im September startenden Langfristkrediten allerlei konkrete Maßnahmen aus ihrem Baukasten vorgelegt. Angesichts der stark verunsicherten Märkte dürfte das einige Beobachter überrascht haben. Geldpolitische Interventionen seien davon nicht abhängig, rechtfertigte Draghi. Vielmehr wolle man pro-aktiv und nicht reaktiv agieren. Die jüngste Entwicklung habe ein Handeln erfordert.
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Leo Exuzidis
Die Zinsen bleiben mindestens bis Ende des Jahres 2019 auf dem aktuellen Niveau - und damit mindestens ein halbes Jahr länger als bislang kommuniziert. Sparer müssen sich also noch weiter gedulden. Auch über Negativzinsen sprach Draghi, über ihren oft unklaren Effekt und ihre Komplexität. Ein derartiger Schritt dürfte vorerst nicht erfolgen.
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Leo Exuzidis
Der konjunkturelle Abschwung im Euro-Raum war eines der zentralen Themen an diesem Tag. Die EZB-Volkswirte haben ihre Wachstumsprognosen deutlich gesenkt. Demnach wird für 2019 nur noch mit einem BIP-Wachstum von 1,1 Prozent (zuvor: 1,7 Prozent) gerechnet. Die schwachen Aussichten hätten die Notenbank zum Handeln bewegt, erklärte Draghi.
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Leo Exuzidis
Nach genau einer Stunde endet die Pressekonferenz.
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Leo Exuzidis

Dass alles so konkret und zusammen kam, war schon auffallend, insbesondere nachdem Langfristkredite in den letzten Wochen innerhalb der EZB recht kontrovers diskutiert wurden. Das drückt aber auch aus, dass die EZB die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Christoph Kutt, DZ Bank

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Leo Exuzidis
Ein Journalist erkundigt sich nach dem Einfluss Italiens auf die gesenkte Konjunkturprognose. Draghi erklärt, man müsse zwischen internen und externen Faktoren unterscheiden. Zu Letzterem zähle die Konjunkturabkühlung in China, eine mögliche Abkühlung in den USA sowie die allgemeine Unsicherheit. Italien sei ein interner Faktor, der den Abschwung in der Euro-Zone trägt, doch sicher nicht maßgeblich.
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Leo Exuzidis
Der Effekt von Negativzinsen sei nicht immer eindeutig und sehr komplex in der Bewertung, versichert der EZB-Präsident. Oft sei er auch abhängig vom Geschäftsmodell der jeweils betrachteten Bank. Man habe im Rat nicht darüber diskutiert.
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Leo Exuzidis
Ein Journalist fragt, ob auch Helikoptergeld oder Negativzinsen mögliche Maßnahmen seien. Draghi verneint.
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Leo Exuzidis
Neue Bewegungen auf dem Börsenparkett: Der Dax hat inzwischen wieder ins Minus gedreht. Anleger warfen während der Pressekonferenz Aktien aus ihren Depots und deckten sich stattdessen mit Staatsanleihen ein.
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Leo Exuzidis
Man müsse geduldig sein, fährt Draghi fort. Auf der Nominallohnseite seien bereits Steigerungen zu beobachten, und man hoffe, dass sich diese zeitnah in eine Veränderung des Preisniveaus übersetzen.
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Leo Exuzidis
Ob man über Quantitative Easing (QE) gesprochen habe? Nein, sagt Draghi.
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Leo Exuzidis
Jetzt geht es erneut um die Langfristkredite. Diese seien dafür gedacht, dass sich Geschäftsbanken Geld zu vergleichsweise günstigen Konditionen leihen können. Das rechtfertige den Einsatz als geldpolitisches Instrument. Die Vergangenheit habe bewiesen, dass dieses Instrument sehr wirkungsvoll sein kann, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Er sei davon überzeugt, dass diese Maßnahme auch diesmal den gewünschten Effekt erzielen werde, so Draghi.
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Leo Exuzidis

In a dark room you move with tiny steps. You don’t run but you do move.

EZB-Präsident Mario Draghi

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Leo Exuzidis
Der EZB-Präsident vergleicht das Handeln der Zentralbank mit einem dunklen Raum. Dort gehe man mit kleinen Schritten vorwärts. Man würde zwar nicht rennen, aber auch nicht stehenbleiben, sagte Draghi.

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Leo Exuzidis
Im Dax ist ein kleiner Sprung nach oben zu beobachten. Nach Bekanntgabe der Entscheidung kletterte der deutsche Leitindex über die Marke von 11.600 Punkte. Zuvor hatte es auf dem Parkett wenig Bewegung gegeben.
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Leo Exuzidis
Wieso die EZB bereits jetzt reagiert habe, obwohl die Märkte derzeit verunsichert seien? Die Indikatoren hätten sich verschlechtert, führt Draghi aus. Unsicherheit im Markt schließe ein Handeln der Notenbank nicht aus. Man wolle pro-aktiv statt reaktiv agieren.
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