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+++ Newsblog zum Nachlesen +++ EZB-Präsidentin Lagarde: „Wir können bis Jahresende für eine Billion Euro Wertpapiere kaufen“

Die EZB will notfalls mit zusätzlichen Anleihekäufen die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Krise eindämmen. Die Pressekonferenz im Newsblog.
30.04.2020 Update: 30.04.2020 - 16:37 Uhr Kommentieren
  • Die EZB will notfalls mit zusätzlichen Anleihenkäufen die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Krise eindämmen.

  • Gleichzeitig kündigte die Zentralbank neue günstige Liquiditätsspritzen für Banken an, um die Realwirtschaft zu unterstützen.

  • Nach der Entscheidung der EZB gab die Rendite für italienische Staatsanleihen nach. Der deutsche Leitindex Dax rutschte unter 11.000 Punkte.
Sehen Sie hier noch einmal die Pressekonferenz mit Christine Lagarde.
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Andreas Neuhaus
Damit ist die Pressekonferenz beendet. Die nächste geldpolitische Sitzung der EZB findet am 2. Juni statt - in letzter Zeit sahen sich die Notenbanken allerdings mehrfach dazu gezwungen außerplanmäßig einzugreifen. In der Handelsblatt-App und auf handelsblatt.com werden Sie über alle weiteren Entwicklungen informiert.
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Andreas Neuhaus
Lagarde antwortet, ähnlich wie in ihrem Eingangsstatement: Man sehe derzeit eine signikant niedrigere Inflationsrate. Das künftige Preisniveau sei aber schwierig zu prognostizieren, weil der Lockdown die Preismechanismus stören würde. Das Coronavirus habe aber die langfristige Inflationserwartung noch nicht beeinflusst.
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Andreas Neuhaus
Zum Abschluss wird Lagarde gefragt, wie hoch sie angesichts der sinkenden Inflationsrate die Gefahr einer Deflation einschätzt – also einen Rückgang des Preisniveaus für Güter und Dienstleistungen.
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Frank Wiebe
Lagarde stellt bezüglich der gelockerten Vergabe von Langfristkrediten für Banken klar: Die günstigen Kredite an Banken, die TLTROs, sind für die Unterstützung der Realwirtschaft gedacht – nicht für die Banken. Die Banken seien aber ohnehin in einer deutlichen stabileren Position im Vergleich zur Finanzkrise.
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Andreas Neuhaus
An der Börse werden die Nachrichten der EZB übrgens sehr verhalten aufgenommen. Der deutsche Leitindex Dax liegt 1,3 Prozent im Minus und rutschte damit wieder unter die Marke von 11.000 Punkten.
Allerdings decken sich Anleger auch wieder mit italienischen Anleihen ein. Die Renditen geben im Gegenzug nach: die Verzinsung der zehnjährigen Papiere liegt bei 1,74 Prozent, nachdem sie zuvor bei bis zu 1,85 Prozent gelegen hat. Die Rendite der zweijährigen Anleihen fällt um 15 Basispunkte bis auf 0,47 Prozent und steht so tief wie seit drei Wochen nicht mehr.
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Andreas Neuhaus
Lagardes Ausführungen zu PEPP sind ein Hinweis darauf, dass  auch die Herabstufung von Anleihen bestimmter Staaten innerhalb dieses Programm nicht notwendigerweise zum Ausschluss führt. Gerade bei Italien befrüchten Investoren, dass das Land seinen Investmengrade verlieren könne.
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Frank Wiebe
Es geht weiter mit den Unterschieden zwischen den einzelnen EZB-Programmen: Lagarde erinnert daran, dass beim Programm PEPP bereits für Griechenland eine Ausnahme gemacht worden sei. Sie betont erneut, dass die EZB keine Fragmentierung der Euro-Zone zulassen wird.
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Frank Wiebe
Die EZB-Präsidentin geht jetzt auf eine Frage ein, die auf die Unterschieden zwischen zwei Programmen der EZB abhebt. Lagarde antwortet: Dass neue Programm Peltro sei für die heutige Krise geschaffen. Das OMT-Programm von 2012 sei für eine ganz andere Situation geschaffen, bleibt aber grundsätzlich in Kraft.
Mit dem OMT-Programm kann die EZB Staatsanleihen anderer EU-Staaten in zunächst nicht begrenzter Höhe aufkaufen.
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Andreas Neuhaus
Lagarde stellt nochmal die Flexibiltät heraus, die die EZB im Rahmen ihres Mandats besitze. Diese Flexibiltät werde die Notenbank auch nutzen.
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Frank Wiebe
Auch hier wird Lagarde deutlich: „Wir können mit unseren Instrumenten alle Bereiche der Zinskurve beeinflussen.“
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Frank Wiebe
Zu den Grenzen der EZB äußert sich Lagarde deutlich: „Wenn wir durch selbst gesetzte Grenzen daran gehindert werden, angemessen zu reagieren, werden wir diese Grenzen überprüfen.“
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Andreas Neuhaus
In der vergangenen Woche hatte die EZB bereits beschlossen, ihre Anforderungen an Sicherheiten zu lockern, die sie bei der Kreditvergabe an Geschäftsbanken annimmt. Für eine gewisse Zeit will sie auch Wertpapiere als Sicherheiten akzeptieren, die von den Ratingagenturen im Zug der Virus-Krise auf Ramschstatus heruntergestuft werden, sogenannte „gefallene Engel.“
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Frank Wiebe
Die EZB-Mitglieder hätten zwar keine Ausweitung der Anleihekäufe diskutiert, man bleibe aber flexibel. Die Aussage betog sich auf die Frage, ob möglicherweise künftig  auch Anleihen gekauft werden, die keine Investmentgrad haben.
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Frank Wiebe
Lagarde stellt allerdings klar, dass die EZB der Krise nicht hilflos gegenüberstehe und die Währungshüter noch Spielraum für weitere Maßnahmen habe. „Wir können bis Jahresende für eine Billion Euro Wertpapiere kaufen“, sagt Lagarde.
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Frank Wiebe
Die EZB wisse nicht, wie lange die Pandemie noch dauere, sagt Lagarde. Es sei auch nicht absehbar, wie schnell eine Erholung stattfinden könne. Das mache Prognosen extrem schwierig.
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Andreas Neuhaus
Lagarde trägt gerade vor, wie drastisch die Auswirkungen der Coronakrise sind. Sie nennt das Beispiel Deutschland, wo sich mehr als zehn Millionen Menschen in Kurzarbeit befinden. Lesen Sie hierzu auch den aktuellen Handelsblatt-Artikel.
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Andreas Neuhaus
Jetzt geht Lagarde auf die besondere Situation ein, die durch die Coronakrise entsteht. Deshalb sind übrigens diesmal auch die Journalisten nicht vor Ort, sondern sehen die Pressekonferenz online im Livestream. Es gibt auch keine klassische Fragerunde, stattdessen können die Journalisten Fragen einreichen und werden dann zugeschaltet.
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Frank Wiebe
Die EZB-Präsidentin erklärt aber, dass die längerfristige Inflationserwartungen weniger beeinträchtigt seien als die kurzfristigen.
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