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Ankauf von Ramsch-Anleihen „Die EZB ist an die Grenze ihres Mandats gelangt“

Für die EZB wird die Luft immer dünner. Ihre Entscheidung, auch Ramsch-Anleihen kaufen zu wollen, wird nicht nur in der Politik mit wachsendem Unbehagen gesehen. Auch Ökonomen sehen die Notenbank auf einer schiefen Bahn.
06.10.2014 - 06:20 Uhr 15 Kommentare
Euro-Symbol vor der EZB-Zentrale in Frankfurt: Notenbank auf der schiefen Bahn? Quelle: dapd

Euro-Symbol vor der EZB-Zentrale in Frankfurt: Notenbank auf der schiefen Bahn?

(Foto: dapd)

Berlin Mit wachsendem Unbehagen blicken Ökonomen auf den geldpolitischen Kurs von EZB-Präsident Mario Draghi. Die Europäische Zentralbank (EZB) gerate zunehmend auf eine schiefe Bahn, sagte der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). Damit kritisierte er Pläne der EZB, künftig auch sogenannte Ramsch-Anleihen aus Krisenländern wie Griechenland und Zypern aufkaufen zu wollen.

„Zwar kreditiert eine Notenbank durch Liquiditätszuteilung immer Geschäftsbanken, doch mit strengen Standards. Die nun bekundete Absicht droht aber, die EZB zu einer Bad Bank zu machen.“ Das belaste ihr Geschäft und führe zu Konflikten mit ihrer Aufsichtsfunktion.

Zudem setze die EZB falsche Anreize, „weil die Staaten aus der Verantwortung genommen werden, nationale Bad-Bank-Lösungen zu schaffen“, sagte Hüther. Kauft die EZB Papiere mit hoher Bonität, dann bleibe die Frage, wo das Problem liege. Denn solche Papiere ließen sich auf dem Markt unterbringen. Hüther ist daher überzeugt: „Die EZB ist an die Grenze ihres Mandats gelangt.“

Draghi hatte am Donnerstag angekündigt, die Notenbank werde auch „einfache und transparente“ Kreditverbriefungen und Pfandbriefe aufkaufen. Das entsprechende Wertpapier-Kaufprogramm hatte die Notenbank bereits vor einem Monat gegen den Widerstand von Bundesbank-Chef Jens Weidmann beschlossen. Es soll mindestens zwei Jahre laufen und könnte nach Draghis Worten theoretisch ein maximales Volumen von rund einer Billion Euro erreichen.

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    Mit Kreditverbriefungen, den sogenannten Asset Backed Securities (ABS), können Geldhäuser Kredit-Risiken bündeln, aus der Bilanz auslagern und am Finanzmarkt handeln. Idealerweise haben sie dann mehr Mittel frei, um neue Darlehen zu vergeben.

    Der Mannheimer Wirtschaftsforscher Hans-Peter Grüner sieht schon die bisherige Praxis der EZB kritisch, Staatsanleihen mit niedriger Bonität als Sicherheit zu akzeptieren, wenn das entsprechende Land sich in einem Programm des Euro-Krisenfonds ESM oder des Internationalen Währungsfonds (IWF) wohlverhalte. Denn, ob dieses Wohlverhalten vorliegt, beurteile die EZB selbst. „Das ist problematisch, weil die EZB so politischen Druck ausüben kann“, sagte Grüner dem Handelsblatt (Online-Ausgabe).

    „Deutlicher Widerspruch zum Prinzip einer einheitlichen Geldpolitik“
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    15 Kommentare zu "Ankauf von Ramsch-Anleihen: „Die EZB ist an die Grenze ihres Mandats gelangt“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • die Bundesregierung beobachtet Draghi, und merkel warnt? was wir doch für heuchlerische politiker haben. sie haben dem ESM-Vertrag zugestimmt und wissen was die EZB darf. man sorgte auch dafür, dass das ESM-Urteil noch aussteht, oder?

    • Draghi ist ein Scharlatan und Hasardeur. Durch seine Maßnahmen, die durch kein demokratisches Mandat gedeckt sind, bringt er Deutschland und andere Länder an den Rand des Ruins. Mit diesen Maßnahmen wird Deutschland irgendwann da sein, wo Griechenland schon jetzt ist. Ein mandatloser Zustand nennt man auch Diktatur.
      Wann wird er endlich gestoppt? Wann macht die Bundesregierung endlich ihr Versprechen wahr, Schaden vom Volk abzuwenden?

    • Viele Bürger in Deutschland haben versucht gegen die Zustimmung im Bundestag zum ESM zu klagen!
      Wir sind alle vom BGH abgeschmettert worden!

      Jetzt sieht man wo es hinführt, wir werden täglich immer mehr enteignet. Das kann nicht gut gehen und wird über kurz oder lang zu Spannungen in der Bevölkerung führen.

      Nur die Bevölkerung schert sich ja bekanntlich kaum um solche Nichtigkeiten! Merkel wird's schon richten!

      Draghi kann mit dem ESM-Topf machen was er will und das tut er auch! Es fällt ihm ja nichts anderes mehr ein.

      Jetzt Schrottpapiere aufkaufen damit die Griechen und Zyprioten auf die Beine kommen ist der Gipfel und gleichzeitig der Anfang!

      Die Griechen haben sich vor kurzem am freien Markt Geld beschafft! Gut, das fällt dann auch gleich in den Schrotttopf! Keiner der Investoren muss sich fürchten!!!!

      Deutschland ist größter Zahler und hat in der EU so gut wie keine Stimme mehr! Im Gegenteil, wir werden als Nazis beschimpft!
      Das soll Europa sein?

    • 1. die Unterschiede in den USA sind mit denen in Europa
      vergleichbar dass ergibt sich einfach Aufgrund der Grösse
      Alleine in DE sind die Unterschiede gewaltig. Bayern würde auch gerne ein eigenes Land sein und dann wäre DE eben am Ende.

      2. In Mexiko und Kolumbien gibt es nicht nur Ramsch
      dort wird wenigstens noch mehr für Bildung getan als hier
      Zulande. Mexiko wird DE in Zukunft einholen ebenso wie Brasilien. Mehr Land, mehr junge Menschen, mehr Rohstoffe.

      3. können die Risiken aus solchen Anleihen in Ländern
      am anderen Ende der Welt liegen.

      Die Frage ist eh nicht ob fragwürdige Anleihen
      der Banken gekauft werden sondern nur in welchem Volumen.
      Ein paar Hundert Mrd. wären relativ egal. Aber eine Billion
      wäre nicht drin.

      Das Finanzsystem in DE ist einfach zu paranoid
      und zu konservativ.

      Zumal in diesem Finanzsystem viel dummes und sinnloses
      Geld auf den Konten der unwissenden Teilnehmer liegt.
      Damit kann niemand wirklich arbeiten. Logischerweise
      will man hier in DE auch nicht unbedinngt eine so
      expansive Geldpolitik. Nachher flüchten die Kunden noch
      zu Direktbanken wohlmöglich noch im Ausland oder gar in
      renditestarke Wertpapiere.

      Die Leute denken wirklich das sie mit Ihren Zinsen
      nochmal reich werden eines Tages. Nein dazu braucht
      man sehr viel Geld.

      Reich wird man eben, wie es schon oft erzählt wurde,
      halt doch nur mit irgendeiner Form von Arbeit.
      Zinsensammeln zählt nicht dazu das kann Jeder.

    • Die USA sind ein Land-eine Nation.Die USA würden aber nie auf die Idee kommen,Ramsch aus Mexiko oder Kolumbien zu kaufen,nur weil man zufällig auf einem gemeinsamen Kontinent lebt.Die EZB macht das,weil man "zufällig"-bei Deutschland unter Zwang- Stichwort:Deutsche Einheit-im gleichen Verbund ist.Das ändert aber nichts an der Tatsache,dass die Eurostaaten jeder für sich,Partikularinteressen verfolgen.Im Moment hat sich aber eine Allianz unter Führung Frankreichs gegen Deutschland formiert.Weidmann ist und bleibt in der EZB völlig isoliert.Er könnte auch daheim bleiben,überstimmt wird er eh.

    • Das Mandat besagt alles zu unternehmen die Währung und die
      Preise stabil zu halten.

      Also sind eben auch Junk-Bond's legitim.

      Die FED hat es vorgemacht es hat ganz gut geklappt also
      machen wir das jetzt in Europa auch ein Bisschen basta.

    • Die einzelne Parlamente und einzelne Zentralbanken haben da nichts zu bestimmen. Wenn die Lobby die Mehrheit hat dann wird das so gemacht. Basta.

      Dasselbe gilt für TTIP, CETA, XYZ und was sonst noch folgen wird.

      Eine Klique von Banken und Wirtschaft finanzierte Lobbyisten bestimmt über 300 Millionen Bürger in der EU. Das ist Demokratie. Und manche schimpfen über Putin. Barosso und wie sie immer alle heissen sind zig mal schlimmer und gefährlicher.

      Es lebe die EUdSSR.

    • Die Triebkraft des europ. Kontinentes über Jahrhunderte ist und war die VERSCHIEDENHEIT der Länder und ihre FREIHEIT.

      Genau dieser Antrieb ist durch "EU in Brüssel" zerstört, wo Lüge, Gleichmeierei, Zentralmacht regieren. SO lange das so bleibt ... so lange bleibt Europa gelähmt und es geht weiter bergab. Wie bei einem Löwen im Zoo, der nur noch sinnlos vor den Gitterstäben hin- und herläuft.

      Draghi ist als Vasall von Goldman Sachs NUR damit beschäftigt, freies Geld zu generieren, mal gedruckt, mal durch Aufkäufe von Schrott-Papieren. Er macht alles zu Geld das dann nach Dow Jones und Nasdaq fliesst. DAS IST SEIN AUFTRAG.

      Der Depp ist Deutschland als ferngesteuertes, politisch verlogenes Land, machtlos gegenüber EZB und "EU in Brüssel" überall freiwillig der Voll-Idiot mit Frau Merkel als Rauten-Königin im Auftrag der Welt-Finanz-Ober-Elite der Salomonischen Freimaurer-Logen als Welt-Geld-Diktatur.

      EKELHAFT. Presse ohne Wahrheit in Deutschland. AfD ist unsere letzte Hoffnung.

    • Nicht staatlichen Lottorien, also Glücksspiele, sind in Deutschland verboten.
      Was macht H. Draghi??

    • „einfache und transparente“ Kreditverbriefungen und Pfandbriefe
      Das ist ja wieder Volksverdummung. Pfandbriefe waren früher Wertpapiere, die Hypothekenbanken ausgaben und die durch erstrangige Grundschulden gesichert waren. Neben Privatleuten waren hauptsächlich Versicherungen und Pensionsfonds die Anleger. Diese Papiere wird Draghi ja wohl nicht meinen? Warum sollte die jemand verkaufen. Wenn die Banken "Entlastung" in ihren Bilanzen bekommen sollen, und darum geht es ja wohl, dann werden sie auch keine guten Kreditrisiken verkaufen. Sie müßten das Geld ja dann an schwächere Unternehmen ausleihen und damit ihre Bilanz noch stärker belasten. Gute Kreditnehmer bekommen, so sie denn welchen brauchen, auch jetzt Kredit. Noch ein Jahr Draghi und der Euro ist am Ende.

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