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Bank of England Hedgefonds kauften Insider-Zugang zu Audiofeed der britischen Notenbank

Ein Dienstleister der Bank of England hat den Audiofeed von Pressekonferenzen heimlich an Hedgefonds verkauft. Hochfrequenzhändler bekamen so einen Zeitvorteil vor dem Markt.
19.12.2019 - 09:42 Uhr Kommentieren
Der Gouverneur erklärt nach geldpolitischen Sitzungen der Notenbank deren Entscheidungen auf einer Pressekonferenz. Diese wird live übertragen. Quelle: AFP
Mark Carney

Der Gouverneur erklärt nach geldpolitischen Sitzungen der Notenbank deren Entscheidungen auf einer Pressekonferenz. Diese wird live übertragen.

(Foto: AFP)

London Hedgefonds konnten in diesem Jahr privilegierten Zugang zu den Pressekonferenzen der Bank of England kaufen. Ein externer Dienstleister habe den Audiofeed der Bank heimlich Dritten angeboten, teilte die britische Notenbank am späten Mittwochabend mit. Sie bestätigte damit einen Bericht der Londoner Zeitung „The Times“.

Die Notenbank hält nach ihren geldpolitischen Sitzungen jeweils eine Pressekonferenz ab, auf der Gouverneur Mark Carney die Entscheidung der Notenbank erklärt. Diese Pressekonferenzen werden per Video live übertragen. Vor einigen Jahren hatte die Bank zudem einen Audiofeed als Backup installiert, für den Fall, dass der Video-Livestream einmal ausfallen sollte.

Der Audiofeed ist laut „Times“ fünf bis acht Sekunden schneller als der Video-Stream. Ein Dienstleister der Notenbank habe den Audiofeed nun für 2500 bis 5000 Pfund pro Pressekonferenz verkauft, berichtet die Zeitung. Obendrein habe die Firma noch eine Abogebühr kassiert.

Zu den Kunden zählten demnach Hedgefonds, die Hochfrequenzhandel betreiben. Bei dem Geschäftsmodell kommt es auf Sekunden an. Wer einen Tick früher von marktbewegenden Entscheidungen erfährt, hat einen lukrativen Vorteil gegenüber anderen Händlern.

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    Noch ist unklar, welcher Schaden entstanden ist oder welche Strafen den Beteiligten drohen. Die Bank of England teilte mit, man habe den Zugang des Dienstleisters umgehend gestoppt. Sie meldete den Vorgang der britischen Finanzaufsicht FCA, die ihn nun untersuchen soll.

    „Diese inakzeptable Nutzung des Audiofeeds geschah ohne Wissen oder Zustimmung der Notenbank“, teilte die Bank of England mit. Sie betonte auch, dass der Audiofeed nur die Pressekonferenzen übertrug, nicht aber die eigentlichen Ausschusssitzungen.

    Mehr: Der Gouverneur der Bank of England warnt seit langem vor dem Klimawandel. Nun wird Mark Carney Sonderbeauftragter der Uno. Lesen Sie hier mehr.

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