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Bankenaufsicht EZB verhängt Millionenstrafe gegen Credit Agricole

Die französische Großbank muss wegen Verletzung von Kapitalvorschriften eine Strafe über 4,3 Millionen Euro zahlen.
20.08.2018 Update: 21.08.2018 - 16:20 Uhr Kommentieren
Zwischen 2015 und 2016 soll die Bank gegen Kapitalvorschriften verstoßen haben. Quelle: Reuters
Credit Agricole

Zwischen 2015 und 2016 soll die Bank gegen Kapitalvorschriften verstoßen haben.

(Foto: Reuters)

Paris Die Bankenaufseher der EZB haben eine Millionenstrafe gegen die französische Großbank Crédit Agricole verhängt. Dabei geht es um die Verletzung von Kapitalvorschriften durch das Institut in den Jahren zwischen 2015 und 2016. Die Aufseher entschieden, dass das Institut nun 4,3 Millionen Euro zahlen muss. Die EZB ist seit 2014 für die Überwachung der 119 größten Banken der Euro-Zone zuständig, dazu gehört auch Crédit Agricole. In der Zeit wurden schon mehrere Banken mit Strafen belegt.

Crédit Agricole hatte einige Kapitalinstrumente als Kernkapital-Instrumente der Common Equity Tier 1 (CET1) eingestuft, ohne zuvor dafür die Genehmigung der Aufsicht zu haben, so die EZB. Doch die Bank erwägt, gegen die Strafe vorzugehen. Ein Sprecher der französischen Bank sagte gegenüber dem „Handelsblatt“: „Crédit Agricole behält sich die Möglichkeit einer Anfechtung vor.“ Die Angelegenheit müsse juristisch geprüft werden. Denn laut Banksprecher war die EZB vorher über die Kapitalplanung informiert worden.

Auch gegen zwei Konzerntöchter wurden aus ähnlichen Gründen Strafen – allerdings in wesentlich geringerer Höhe – verhängt. Crédit Agricole Corporate and Investment Bank soll ein Bußgeld in Höhe von 300 000 Euro zahlen und CA Consumer Finance 200 000 Euro.

Die Millionenstrafe für die Franzosen beeindruckte die Märkte allerdings kaum. Die Aktie von Crédit Agricole SA stieg am Dienstag in Paris zeitweise sogar um fast 0,8 Prozent.

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    Das mag auch damit zu tun haben, dass bei der Bank derzeit die Geschäfte gut laufen. Im zweiten Quartal stieg das Nettoergebnis der Gruppe um 6,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, besser als die Analysten erwartet hatten.

    Bei der Geldbuße für Crédit Agricole handelt es sich um die zweithöchste Strafe, die die Bankaufseher der EZB seit vier Jahren verhängt haben. Vor einem Jahr wurde gegen die italienische Banca Popolare di Vicenza eine Strafe von 11,2 Millionen Euro verhängt. Dabei ging es um Verstöße gegen Offenlegungspflichten. Vor einem Jahr wurde auch die irische Bank Permanent TSB mit einem Bußgeld von 2,5 Millionen Euro in einer ähnlichen Angelegenheit wie Crédit Agricole belegt.

    Klage vor EU-Gericht

    Zuständig für eine Anfechtung des Bußgeldes durch Crédit Agricole ist der Gerichtshof der Europäischen Union. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich eine Bank gegen die EZB-Kontrolleure zur Wehr setzt. Erst vor einem Monat hatte die EZB einen Rechtsstreit mit sechs französischen Banken verloren. Dabei ging es um die Berechnung von Verschuldungsquoten. Die Richter erklärten die Beschlüsse der EZB-Bankenaufseher zur Berechnung der Quoten letztlich für nichtig.

    Geklagt hatten BNP Paribas, Société Générale, Crédit Agricole, die Banque Postale, BPCE und die Confederation Nationale du Credit Mutuel. Die Geldhäuser hatten beantragt, bei der Berechnung ihrer Verschuldungsquoten bestimmte Risikopositionen im Zusammenhang mit Sparbüchern unberücksichtigt zu lassen. Dies waren im Wesentlichen Risikopositionen gegenüber staatlichen Stellen.

    Die EZB-Bankenaufseher hatten dies aber abgelehnt. Daraufhin hatten die Institute das EU-Gericht eingeschaltet.

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