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Bankenaufsicht Fed-Bericht: Archegos-Kollaps offenbart Schwächen im globalen Bankensystem

Der Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos offenbart vielfache Schwächen im Risikomanagement. Fed ist zudem besorgt über zunehmende Hacker-Angriffe.
24.11.2021 - 18:18 Uhr Kommentieren
Die Überprüfung von Archegos durch die US-Notenbank ist noch nicht abgeschlossen. Quelle: Bloomberg
Federal Reserve

Die Überprüfung von Archegos durch die US-Notenbank ist noch nicht abgeschlossen.

(Foto: Bloomberg)

New York Der Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos hat Schwachstellen bei den von der Federal Reserve beaufsichtigten Banken offenbart, urteilte die US-Notenbank in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Kontrollmechanismen hatten versagt.

„Der Vorfall hat Schwächen in den Praktiken und im Risikomanagement bei einigen Banken aufgedeckt“, schrieb die Fed in ihrem halbjährlichen Aufsichtsbericht, in dem sie auch auf die Bedeutung der Koordinierung mit anderen globalen Regulierungsbehörden bei grenzüberschreitenden Aktivitäten hinweist.

Die Überprüfung von Archegos durch die Fed ist noch nicht abgeschlossen.

Archegos, das Family Office des Händlers Bill Hwang, brach im März zusammen, nachdem massive Fehlinvestitionen getätigt worden waren. Das Scheitern trug zu Verlusten in Milliardenhöhe bei Banken wie etwa der Credit Suisse, Nomura oder Morgan Stanley. Sie alle hatten die Wetten von Archegos über ihre Prime-Brokerage-Einheiten finanziert, die Geld an Hedgefonds und andere private Investmentfirmen verleihen.

Der amtierende Leiter des Office of the Comptroller of the Currency, Michael Hsu, äußerte sich im Mai ähnlich besorgt und bezeichnete den Schaden durch Archegos als „Warnsignal“ für die Risikobereitschaft, auf die die Bankenaufsichtsbehörden verstärkt achten müssten.

Zunehmende Hacker-Angriffe bereiten Sorgen

In dem Bericht der Fed heißt es weiter, dass sich die Bankenaufsicht wieder normalisiert hat, nachdem die Zentralbank ihre Covid-19-Interventionen aufgehoben hat. Das US-Bankensystem sei gesund und profitabel. Besorgt zeigte sich die Aufsichtsbehörde jedoch über zunehmende Hacker-Angriffe.

„Die Cybersicherheit ist eine entscheidende Komponente der betrieblichen Widerstandsfähigkeit und bleibt das größte Risiko, das bei beaufsichtigten Unternehmen festgestellt wurde“, heißt es in dem Bericht. Ransomware-Angriffe werden als besonders großes Problem im Finanzsektor anführt.

Mehr: Biden nominiert Fed-Chef Powell für zweite Amtszeit

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