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Banknote Bundesbank gibt ab Freitag keine 500-Euro-Scheine mehr heraus

Die Notenbank gibt letztmalig die lilafarbene Banknote aus. Damit setzt sie einen Beschluss der EZB gegen Geldwäsche um.
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Das ist das Ende des 500-Euro-Scheins

Frankfurt Auch wenn ihn viele Menschen nie in der Hand hatten, sorgt der Abschied vom 500-Euro-Schein für emotionale Reaktionen. Das Ende hatte die Europäische Zentralbank (EZB) bereits vor drei Jahren besiegelt. Damals hatte der Rat der Notenbank beschlossen, die Ausgabe der Banknote bis Ende 2018 zu stoppen – was vor allem in Deutschland kritisiert wurde.

Die EZB begründete die Entscheidung damit, dass gerade dieser Schein Geldwäsche und organisierter Kriminalität nutze. Denn mit 500ern lässt sich viel Geld auf wenig Raum transportieren. Durch den Ausgabestopp sollen illegale Aktivitäten zurückgedrängt werden. Ob das klappt, ist umstritten. Die im Umlauf befindlichen 500er bleiben gesetzliches Zahlungsmittel und sollen unbegrenzt umtauschbar sein. Geschäfte müssen ihn also weiter akzeptieren.

Die Bundesbank ist neben der Österreichischen Notenbank die letzte Zentralbank im Euro-System, die die Ausgabe des 500-Euro-Scheins beendet. Die anderen 17 nationalen Zentralbanken hatten diese bereits am 26. Januar gestoppt. In der überarbeiteten zweiten Serie der gemeinsamen Banknoten mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen wird es keinen 500-Euro-Schein mehr geben.

Die Bundesbank beurteilt Obergrenzen für Bargeldzahlungen oder das Aus für große Banknoten skeptisch. Es fehle „weiter am empirischen Nachweis, dass durch Maßnahmen wie die Abschaffung von Banknoten mit hohem Nennwert oder die Einführung von Barzahlungsobergrenzen tatsächlich Steuerhinterziehung und andere kriminelle Aktivitäten effektiv bekämpft werden können“, heißt es im Monatsbericht der Notenbank für März.

Einer Bundesbank-Modellrechnung zufolge wird Bargeld nur zu einem geringen Teil missbräuchlich in der sogenannten Schattenwirtschaft genutzt. Demnach lassen sich im Durchschnitt etwa 14 Prozent der Bareinzahlungen in Bundesbank-Filialen „indirekt auf die Schattenwirtschaft zurückführen“.

Allerdings wies die Notenbank auch auf die Schwierigkeiten hin, genaue Zahlen zu ermitteln. Schätzungen zufolge liegt der Anteil von Aktivitäten wie Schwarzarbeit, Schmuggel oder Drogenhandel am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen zwei und fast 17 Prozent.

Nach Daten der EZB waren 2016 noch 540 Millionen 500-Euro-Scheine im Wert von 269,9 Milliarden Euro im Umlauf. Bis März 2019 ist die Zahl auf 509 Millionen Scheine im Wert von 254,6 Milliarden Euro gesunken.

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