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BoJ Japanischer Währungshüter signalisiert vorerst konstante Zinsen

Die Bank of Japan hält ihre Geldschleusen weit offen, um die Wirtschaft zu stützen. Vorerst will sie die Lockerung aber wohl nicht ausweiten.
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Der Internationale Währungsfonds empfiehlt der Bank of Japan, bei der Renditesteuerung nicht mehr die zehnjährige Anleihe, sondern Bonds mit kürzerer Laufzeit ins Auge zu fassen. Quelle: Bloomberg
Zentrale der Bank of Japan

Der Internationale Währungsfonds empfiehlt der Bank of Japan, bei der Renditesteuerung nicht mehr die zehnjährige Anleihe, sondern Bonds mit kürzerer Laufzeit ins Auge zu fassen.

(Foto: Bloomberg)

Tokio Trotz der grundsätzlichen Bereitschaft der japanischen Notenbank für eine weitere Lockerung werden die Zinsen aus Sicht eines führenden Währungshüters wohl vorerst konstant bleiben. Direktoriumsmitglied Makoto Sakurai sagte am Mittwoch in Kobe, die japanische Wirtschaft habe sich gefangen. „Ich sehe derzeit keinen Bedarf, aktiv zu werden. Jetzt ist es an der Zeit, die Wirtschaftsentwicklung eng im Blick zu halten“, fügte er hinzu und signalisierte damit, dass die Zentralbank bei ihrer nächsten Sitzung am 19. Dezember die Füße stillhalten könnte.

Die Bank of Japan (BoJ) änderte Ende Oktober ihren Ausblick, um ihre Bereitschaft deutlicher zu machen, die Zinsen bei Bedarf weiter zu senken. Damit trug sie Sorgen Rechnung, dass die weltwirtschaftlichen Risiken die fragile Erholung in dem Fernostland abwürgen könnten.

Die BoJ hält ihre Geldschleusen seit längerem weit offen und steuert als Ziel einen kurzfristigen Zinssatz von minus 0,1 Prozent an sowie eine Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen um die null Prozent. Dies erleichtert den Firmen die Kreditaufnahme, schmälert aber die Margen der Banken.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) empfiehlt der BoJ daher, bei der Renditesteuerung nicht mehr die zehnjährige Anleihe, sondern Bonds mit kürzerer Laufzeit ins Auge zu fassen. So soll das Geschäft der Banken wieder einträglicher werden. Sakurai sagte dazu, die Notenbank müsse diesen Aspekt bei der Steuerung ihrer Geldpolitik mit berücksichtigen. Sakurai gilt im Führungsgremium der Notenbank als Vertreter einer Linie, die verstärkt die Risiken der extrem lockeren Geldpolitik in den Vordergrund rückt, während andere Währungshüter eher zu einer Ausweitung des laxen Kurses neigen.

Mehr: Den kleineren Geldhäusern in Japan geht es immer schlechter. Schuld daran ist neben dem Bevölkerungsschwund noch ein weiterer Effekt.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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